Blitzmarathon: Bislang kein teurer Spaß

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Blitzmarathon 2014 - Die Polizei hatte uns Autofahrer fest im Blick.
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  • Regina Mittermair
    Regina Mittermair
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Landkreis - Viele Raser gingen den Polizisten am ersten Tag der Blitzerwoche nicht ins Netz. Der Blitzmarathon hat bislang noch wenig in die Staatskasse gespült. Einige hat es dennoch erwischt.

Die Geschwindigkeit soll allgemein gedrosselt, die Sicherheit auf den Straßen dadurch verbessert werden. Gründe, die dem Blitzmarathon vorausgingen. Seit Donnerstagmorgen sind an vielen Stellen in den LandkreisenBeamte unterwegs, um Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen.

Blitzmarathon 2014

Auch im Landkreis Mühldorf kamen Polizisten zum Einsatz. Dabei gehe es nicht darum, viel Geld in die Staatskasse zu spülen, heißt es von Polizeihauptkomisar Johann Rabl. "Es geht darum, den Verkehrsteilnehmern begreiflich zu machen, dass viele Unfälle entstehen können, wenn man zu schnell unterwegs ist". Eine vierköpfige Polizeigruppe steht seit dem frühen Morgen in Ampfing, um an einer gefährlichen und unfallträchtigen Stelle einige Stunden Lasermessungen durchzuführen. Johann Rabl erklärt, dass es tatsächlich sehr zäh laufe, dies aber ja auch positiv gesehen werden kann: "Es ist von Vorteil, wenn man die Autofahrer sensibilisieren kann und die Geschwindigkeitsbeschränkungen verdeutlicht werden".

Es ginge nicht darum, viel in die Staatskasse zu spülen, heißt es von der Polizei im Allgemeinen. Viel mehr solle mehr auf die Wichtigkeit der Sicherheit im Straßenverkehr geachtet werden.

Während der Lasermessung kommen immer mal wieder einige Autofahrer, die sich nicht an die Beschränkung von 70 Km/h an der Messstelle gehalten haben. "Wir stoppen die Autofahrer, die zu schnell waren, sofort und nehmen die Daten des Fahrers auf", erklärt Johann Rebl.

Zu schnell unterwegs gewesen, und sofort zur Kasse gebeten worden, die Fahrerin zeigte sich absolut einsichtig 

Von denen, die es "erwischt" hat, kommt teils großes Verständnis für die Blitzaktion. "Mir ist schon klar, dass es gerade auch für unsere Kinder wichtig ist, dass wir uns alle an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten" erklärt ein Autofahrer, der gerade von einem Polizisten an den Straßenrand gelotst wurde. "Dass es für mich heute teuer geworden ist, ärgert mich zwar, aber ich bin eben auch wirklich selber schuld". Die angegebenen Gründe der zu schnell Gefahrenen: Unter anderem in Gedanken versunken, in Eile, Zeitnot. Doch dies kann schnell auch schiefgehen. Polizeihauptkomisar Johan Rebl erklärt, dass im Jahr 2013 durch Geschwindigkeitsüberschreitung im Landkreis Mühldorf 154 Unfälle verursacht wurden. Die Entwicklung im Jahr 2014 sei leicht positiv zu werten, so Rebl weiter. Die Zahl der Unfälle, die akkurat auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, gingen etwas zurück, so die Polizei weiter.

Blitzmarathon 2014 - die Fahrer haben sich wohl informiert

Im vergangenen Jahr wurden beim Blitzmarathon enorm viele Verwarnungen ausgesprochen, viele haben sich damals an den Messtagen nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten.

Dieses Jahr sei die Informationsmöglichkeit über die Aktion noch besser gewesen, heißt es von den Polizeidienststellen. Viele hätten sich vorher über die Messstellen informiert und auf die Geschwindigkeitsbeschränkungen eingestellt. Und auch die traditionelle "Lichthube" wurde am Blitztag zum beliebten Warnsystem unter den Verkehrsteilnehmern.

Fazit des ersten Tages der Blitz-Woche: Wenige Verkehrsteilnehmer mussten verwarnt werden, es haben sich viele an die Regeln gehalten. In Bayern findet der Blitzmarathon noch bis 25. September 2014 statt.

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