Vorsitzender Marcel Huber äußert sich

So sind die Kommunalwahl-Planungen der Kreis-CSU aktuell

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Dr. Marcel Huber bei einer CSU-Wahlkampfkundgebung im September.
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Landkreis Mühldorf am Inn/Ampfing - Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert sich CSU-Kreisvorsitzender Dr. Marcel Huber zum aktuellen Stand der Pläne seiner Partei für die Kommunalwahl 2020.

"Aus den Ergebnissen der Europawahl würde ich jetzt mal keine Schlüsse für die Kommunalwahl ziehen", betont Huber gleich eingangs. "Das kann man nicht vergleichen, Zahlenspiele und Abschätzungen dahingehend halte ich daher für nicht aussagekräftig." Denn es sei nun mal vor allem eine Persönlichkeitswahl. "Das heißt, Parteiprogramm oder Ideologie spielen für die meisten Wähler weniger eine Rolle, als das was die Leute können und leisten." Zumal die CSU auch auf ein ordentliches Ergebnis blicken könne, im Vergleich zu den 2014er-Europawahlen legte man im Landkreis um 0,4 Prozent zu (bayernweit: 0,2 Prozent). Mit Blick auf das Ergebnis der Grünen merkt der Ex-Umweltminister aber doch an: "Ich selbst habe ja schon bewiesen, dass konservativ und ökologisch durchaus zusammenpassen. Man sollte sich bewusst sein, dass wer Grün wählt, dann noch eine ordentliche Ladung linker Weltanschauung mitnimmt!"

Stolz auf Wahlverfahren für Landrats-Kandidaten

Ob und in welcher der drei Städte es einen CSU-Bürgermeisterkandidaten geben würde, dazu könne er noch nichts sagen. "Ich bin mir aber sicher, dass die Ortsverbände hier nur ihre besten Leute aufstellen werden, in einigen Fällen weiß ich auch schon, wer in den Startlöchern steht." Generell komme es aber auf die lokale Situation in der jeweiligen Gemeinde an. "Gemeinsame Listen oder überparteiliche Kandidaten sind ja durchaus ansonsten gängige Praxis." 

Maximilian Heimerl setzte sich als Landrats-Kandidat der CSU durch. Von JU-Vorsitzender Stephanie Pollmann (rechts von ihm) bekam er symbolische Boxhandschuhe für den Wahlkampf überreicht.

Besonders stolz sei er auf das Verfahren bei der Wahl des CSU-Landrats-Kandidaten. CSU-Amtsinhaber Georg Huber wird nicht wieder antreten. Anfang April war auf einer Kreisvertreterversammlung in Mettenheim, mit deutlicher Mehrheit, der Neumarkter Stadtrat Maximilian Heimerl gewählt worden."Wir haben da besonders auf Transparenz geachtet. Es gab keine Vorschläge von oben, die dann durchgewunken wurden!", betont Huber, "Stattdessen wurden die einzelnen Ortsverbände um Vorschläge gebeten." Heimerl setzte sich dann durch. "Er ist ein hochqualifizierter Mann, der als Leiter des Beruflichen Schulzentrums in Mühldorf sowie als Persönlicher Referent des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus und Referatsleiter in der Bayerischen Staatskanzlei für Grundsatzfragen, Regierungsplanung und Regierungserklärungen umfassende Erfahrungen mitbringt!"

Die Wahl im Video:

Auch AfD und Grüne äußerten sich schon zu Kommunalwahl-Plänen

Auch die AfD und die Grünen haben sich gegenüber unserer Redaktion schon zu ihren aktuellen Planungen für die Kommunalwahl 2020 geäußert. Grünen-Kreisvorsitzende Judith Bogner berichtete, dass sie einen Platz im Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde Schwindegg anstrebt und es auch Überlegungen für einen grünen Landratskandidaten gäbe. Der Kreisvorsitzende der AfD, Oliver Multusch, wiederum beklagte, potenzielle Kandidaten seiner Partei müssten mit Repressalien rechnen und würden davon abgeschreckt.

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