Unterwegs mit dem Team des Kraiburgers Christian Heimerdinger

So war die Lettngaudi 2019 in Ampfing für Teilnehmer

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Der Kraiburger Sportler Christian Heimerdinger war mit seinem Team mit vollem Einsatz mit dabei.
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Ampfing - Ein großer Spaß war wieder die Lettngaudi am Samstag. Wir haben eines der Teams begleitet:

Es ist Samstag, 9 Uhr morgens. Wo sonst schweres Gerät rollt, strömen heute bereits zu dieser Stunde zahlreiche Teilnehmer aber auch Zuschauer auf das Gelände der Kiesgrube Zimmermann in Schicking. Sie alle wollen bei der "Lettngaudi" mitmachen. Bei dem Hindernislauf auf dem Gelände geht es um einen guten Zweck. Der Rotary Club Mühldorf-Waldkraiburg, der die Veranstaltung organisiert, lässt die Teilnahmegebühren dem Kinderschutzbund Ampfing, sowie der Msafiri English School in Tansania zukommen. 

Der Start der Lettngaudi im Video:

Thomas "Föcki" Föckersperger (rechts auf der Plattform) von Radio ISW moderierte die Veranstaltung.

Kurz nach neun Uhr geht es dann endlich los. Unter der Moderation von Thomas "Föcki" Föckersperger von Radio ISW begeben sich die ersten Teilnehmer an den Start. Eigentlich gibt es neben der "großen" Rutsche, die in einen kleinen Baggersee führt auch noch die "Warmduscher"-Rutsche. Doch letzere wird an diesem Tag kaum Zuspruch finden. So auch unter dem ersten Team, das an den Start geht. "Der erste, der sich heute auf die Rutsche wagt, hat sich 2017 das Steißbein bei der Lettngaudi gebrochen", bemerkt Föckersperger und scherzt: "Das ist doch mal ein gutes Vorzeichen ..."

Team von Christian Heimerdinger mit dabei

Unter den Sportsbegeisterten, die an diesem Tag antreten ist auch der Kraiburger Christian Heimerdinger mit seinem Team. Sie rücken mit 60 Teilnehmern an. Heimerdinger hatte in der letzten Zeit in der Region für Aufmerksamkeit gesorgt. Mitte Mai holte er bei der Deutschen Men's Physique-Meisterschaft in Wiesloch den Ersten Platz. Kurz zuvor hatte er bei der EM in Spanien den achten Platz geholt. Es waren die letzten Wettkämpfe für ihn, er will sich nun mit voller Energie dem Functional Training Studio in Waldkraiburg widmen, dessen Inhaber er ist. 

"Die Teilnahme ist ja für einen guten Zweck. Da haben wir gesagt, wir machen mit und aktivieren so viele Leute, wie nur möglich, um Spenden zu sammeln." Sein Team hat eine Kooperation mit dem Unternehmen "Veety Bayrisch Vegan", das Protein Riegel, Eiweißpulver und proteinreiche Nahrungsergänzungsmittel auf rein pflanzlicher Basis entwickelt und produziert. "Wir kennen uns schon länger", berichtet Heimerdinger. Er schätze die Produkte von "Veety" sehr.

Zahlreiche Stationen warteten auf Teilnehmer

Sogleich geht es auch für ihn und sein Team auf die Rutsche, hinab ins kühle Nass. Manch einer hat, als es ihn am Ende der Fahrt kurz in die Luft schleudert noch die Nerven, die eine oder andere kleine Aktion zu starten. Ein Teilnehmer aus Heimerdingers Team schafft sogar einen Salto! Nächste Station ist dann die "Schlammdusche". Dort gilt es einen Schlamm-Hindernispfad zu bewältigen, wobei an einer Stelle ständig ein Strahl aus Dreckwasser auf die Strecke gepumpt wird. Manch einer rennt direkt hinein und lässt sich regelrecht "duschen". Andere scheuen den Strahl und mühen sich, daran vorbei zu kommen. Danach geht es weiter zu einer Rutschbahn, bei der man wiederum in einer Schlammpfütze landet. Dabei bekommen die einen eher elegantere Stopps am Ende der Bahn hin, andere platschen nur so in den Dreck.

Bilder: Unterwegs auf der Lettngaudi in Ampfing mit einem Team

Danach geht es noch über zahlreiche Stationen weiter. Eine Highlight ist dann noch zweifelsohne die "Schlammpackung". Zwei offene Container, gefüllt mit Schlammbrühe, wobei es gilt, von einem davon zum anderen zu klettern. Auch hier zeigt sich wieder die unterschiedliche Einstellung der "Lettngaudi"-Teilnehmer. Manche bemühen sich einfach nur, so schnell wie möglich voran zu kommen. Andere genießen den Spaß im Dreck. Immer wieder vollführen, vor allem männliche, Athleten eine "Arschbombe" und spritzen alles um sich herum unter großem Hallo mit der Dreckbrühe voll. 

Viele Freiwillige Helfer machen Lettngaudi möglich

Ein Teilnehmer präsentiert einen Schuh, den er gefunden hat. Einen von vielen, die auch heuer wieder zu Fundsachen werden dürften.

"Ein Schuh! Ich habe einen Schuh gefunden", verkündet ein Teilnehmer freudig, als er aus dem Container steigt. "Ja, das gab schon bei der ersten Lettngaudi einen Riesen Haufen aus Schuhen", weiß einer der freiwilligen Helfer zu berichten. "Neben Schuhen dürften sich auch wieder allerhand Teile von Kostümen der Teilnehmer finden, die irgendwo bei dem Herumtollen im Schlamm verloren gehen." Leute wie er helfen an diesem Tag eifrig mit, das Ganze überhaupt möglich zu machen. Neben den Streckenposten, Ticket- und Essensverkäufern sind auch Helfer von der DLRG, dem Technischen Hilfswerk und den Rettungsdiensten im Einsatz, um für einen guten Ablauf zu sorgen.

"Es war wieder richtig toll!", freut sich Heimerdinger am Schluss. "Wir waren uns am Ende alle einig: Wenn die nächste Lettngaudi stattfindet, sind wir wieder dabei. Vielleicht sogar mit noch mehr Teilnehmern!" 

Impressionen von der Lettngaudi in Ampfing am Samstag

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