Soll im September 2022 kommen

Geplantes Mittelalterspektakel in Ampfing: Das sagen die Organisatoren

Die Brüder Tobias (links) und Dominikus Huber organisieren mit einigen Ampfingern das Freilicht-Bühnenspiel “1322 – Die Schlacht bei Ampfing”. Es soll im September 2022 stattfinden.
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Die Brüder Tobias (links) und Dominikus Huber organisieren mit einigen Ampfingern das Freilicht-Bühnenspiel “1322 – Die Schlacht bei Ampfing”. Es soll im September 2022 stattfinden.

Ampfing - Im September 2022 wollen einige Ampfinger, organisiert vom Brüderpaar Tobias und Domenikus Huber, ein Freilichtschauspiel mit mittelalterlichem Lagerleben darbieten. Wir haben mit den beiden gesprochen.

innsalzach24.de: Kurz zusammengefasst, was wird genau geboten werden?


Dominikus Huber: Im Herbst 2022 soll, mit einer Laientheatertruppe das Freilicht-Bühnenspiel “1322 – Die Schlacht bei Ampfing” aufgeführt werden. Beteiligen können sich alle, ob aus Ampfing oder der Umgebung. Daneben soll aber auch die Welt von damals und die Geschichte von Ludwig dem Bayern erlebbar gemacht werden. Dazu soll eine um die Bühne herum angelegte mittelalterliche Zeltstadt mit Verkaufsständen den Besuchern das Gefühl geben, tatsächlich durch das Heerlager von damals zu spazieren. Die Aufführungen wird es voraussichtlich an mehreren Wochenenden geben. Noch vor deren Beginn und danach soll man aber auch das Lagerleben besuchen können.

innsalzach24.de: Worum geht es denn eigentlich genau?


Tobias Huber: In dem Stück geht es um die beiden Kindheitsfreunde und späteren Deutschen Könige Ludwig und Friedrich. Diese standen als Erwachsene an der Spitze der verfeindeten Herzogtümer Bayern und Österreich. In der entscheidenden Schlacht konnte der zunächst unterlegene Ludwig durch eine List dem Krieg ein Ende setzen und somit den Grundstein für die heutige Freundschaft zwischen Bayern und Österreich legen.

Das feierte man bereits 1922 mit der Aufführung eines Theaterstücks. Fritz Hacker schrieb damals ein Singspiel, in dem die Ampfingerinnen und Ampfinger die Rollen übernahmen. Die Veranstaltung war ein solcher Erfolg, dass Sonderzüge aus München für die zahlreich anreisenden Zuschauer eingerichtet werden mussten.

innsalzach24.de: Wie kam denn die Idee für das Ganze auf?

Tobias Huber: 1988 gab es eine Aufführung des grundlegenden Theaterstücks. Die ist bis heute legendär in der Gemeinde. Jeder war entweder dabei oder hat einen Verwandten oder Bekannten, der damals mitgemacht hat. Vor einigen Jahren habe ich, noch während meiner Studienzeit einen Film mit vielen der damaligen Darsteller gedreht. Schon damals wurde dann der Vorschlag gemacht, ob wir denn nicht eine Neuaufführung organisieren wollen würden. Da Domenikus und ich uns extrem gut verstehen und zusammenarbeiten, war klar, dass wir uns dieses Projekt zusammen vornehmen. Also haben wir Anfang 2019 ein Konzept gemacht und der Gemeinde vorgestellt. Die hat uns mit offenen Armen aufgenommen und seitdem sehr unterstützt. Anfang des Jahres gab es außerdem eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung, die sehr gut besucht war.

innsalzach24.de: Wird wieder das gleiche Stück wie 1922 aufgeführt?

Tobias Huber: Nicht genau das Gleiche. Wie gesagt war es 1922 ein Singspiel. Für die Aufführung 1988 wurde das bereits in ein Theaterstück umgewandelt. Wir haben es nochmal einmal minimal für die heutige Zeit angepasst.

innsalzach24.de: Wie wird das ganze historisch korrekt gestaltet?

Tobias Huber: Dazu stehen wir mit verschiedensten Vereinen, Fachleuten und so weiter aus der Region und darüber hinaus in Kontakt. Da gibt es ja einiges, beispielsweise das Schlossgartenfest in Neumarkt-Sankt Veit oder die Landshuter Hochzeit. Am Ende wollen wir sowohl was das Theaterstück als auch das Lagerleben betrifft eine möglichst authentische Darstellung und Erfahrung bieten.

innsalzach24.de: Wie viele Leute werden mitmachen?

Tobias Huber: Wir beiden sind nur die Initiatoren. Schon aktuell arbeiten hinter den Kulissen noch etwa 15 bis 20 Leute an der Organisation

Dominikus Huber: Da gibt es ja einiges zu planen, von der Gestaltung der Bühne, über Parkplätze bis hin zu Frisch- und Abwasser.

Tobias Huber: Beim Theaterstück wird es etwa 30 Sprechrollen sowie 100 Statistenrollen geben. Insgesamt haben wir 300 Bewerbungen erhalten. Nun soll es im September Schauspiel-Workshops mit dem zwischenzeitlich verpflichteten Theaterregisseur Moritz Katzmair geben. Dabei werden wir herausfinden, wer am Besten für welche Rolle geeignet ist.

Dominikus Huber: Leider wird es am Ende nicht für jeden eine Rolle geben können. Aber wir hoffen, dass bei den Workshops auch diejenigen, die leer ausgegangen sind dann etwas mitnehmen können.

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