Mehr Kunst auf der Lärmschutzwand

Ampfing - Grau weicht Farbe: Die Lärmschutzwand entlang der Bahnlinie soll noch bunter werden. Das Projekt „Farbfieber" geht in die zweite Runde.

Längst ist das fade Grau der Lärmschutzwandder Bahnlinie auf Höhe der Kinderkrippe einem bunten Mix aus Farben und Figuren gewichen. In Zusammenarbeit mit dem Ampfinger Graffiti-Künstler Rudolf Huber hat die Gemeinde ein Gesamtkonzept entwickelt, mehr als 40 Sprayer aus Deutschland, Schweiz und Frankreich setzten voriges Jahr unter dem Motto „Weiß-blaue Geschichten“ die Idee der bemalten Lärmschutzwand um.

Dieses Jahr geht die Aktion „Farbfieber“ in die zweite Runde. Ein weiß-blaues Rautenmuster ziert die Lärmschutz-wand, Figuren wie ein Aloisius oder ein bulliger Radfahrer verteilen sich über die bemalte Fläche. Jetzt soll nochmehr von dem Grau verschwinden. Die Gemeinde will es nun Sprayern vor Ortermöglichen, ihre Kunst auf einem größerem Format umzusetzen. Dazu ist Platz auf Die Lärmschutzwand entlang der Bahnliniesoll noch bunter werden.

In der zweiten Runde des Projekts wird es einem Graffiti-Wettbewerb unter Schülern und Studenten geben. Wer der Wand die entscheidenen Farbtupfer verpassen darf, entscheidet sich bei einem Wettbewerb. Eingeteilt in drei Altersgruppen (Jahrgänge 1997 bis 2001, 1993 bis 1998 und ab Jahrgang 1992) können die Teilnehmer ihre Vorschlägebis zum 13. Juli bei der Gemeinde einreichen. Die Entwürfe sollen in Größe von mindestens DIN A3 abgegeben werden. Technik und Stilrichtung sind den Teilnehmern selbst überlassen, lediglich die Themenschwerpunkte gibt die Gemeinde vor: Tiere und Pflanzen, Sport und Freizeit, Film undMusik sowie Kalligrafie.

„Wir wollen die Jugendlichen an das Thema heranführen und Interesse wecken“, sagt Thomas Hell von der Gemeinde. Eine Jury sichtet die Entwürfe und wählt aus jeder Altersgruppe die besten drei aus. Wer die beste Arbeit abliefert, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. „Die Prämierung ist erst, nachdem die Entwürfe an der Wand umgesetzt worden sind“, fährt er fort. Den Finalteilnehmern stehen jeweils eine Fläche von vier auf Metern zur Verfügung, auf der sie ihr Konzept umsetzen können. Erfahrungen im Umgang mit der Spraydose braucht es vorab nicht. 

Auf Wunsch können die Sieger der drei Altersklassen in Übungsstunden mit Rudolf Huber und Gernot Sorgner das Handwerkszeug lernen oder verbessern. Darüber hinaus gibt es auch Preisgelder zu gewinnen. Teilnehmen dürfen alle Schüler der Mittel- und Hauptschulen, der Realschulen und Gymnasien im Landkreis Mühldorf, der Berufsschulen, Berufsoberschulen und Fachoberschulen in den Landkreisen Mühldorf und Altötting sowie Auszubildende und Studenten aus dem Landkreis Mühldorf.

Die Wettbewerbsunterlagen gibt es bei der Gemeinde oder unter ampfing.de

Quelle: hi/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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