Ampfing ist die bessere Lösung

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Oberbergkirchen - Die Zukunft der Hauptschüler aus der Gemeinde Oberbergkirchen liegt in der künftigen Mittelschule in Ampfing. Der Gemeinderat hat der Gründung eines Milttelschulverbundes zugestimmt.

Ausführlich und sachlich beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Zukunft der Hauptschule, den Aussichten ihrer Schüler und sah letztlich keinen anderen Weg als die Zustimmung zur Gründung eines Mittelschulverbundes mit Sitz in Ampfing. Dabei wurde zwar die Belastung durch die hohen Schulumlagen in Ampfing kritisch gesehen, aber auch betont, dass die Hauptschule in Ampfing sehr gut ausgebaut sei und alle Möglichkeiten biete.

Als Information zu dem Thema führte VG-Geschäftsstellenleiter Georg Obermaier aus, dass im Bereich der Hauptschule die Einführung sogenannter Mittelschulen geplant sei. Zurückgehende Schülerzahlen und besondere pädagogische Anforderungen, eine große Anzahl von Standorten und die Schullaufbahnwahl vieler Familien machten Änderungen erforderlich, so das Kultusministerium. Zur Stärkung der Hauptschulen soll die neue Bayerische Mittelschule gegründet werden.

Ihre Einführung ist bereits ab dem kommenden Schuljahr geplant. Die neue Mittelschule soll den mittleren Bildungsabschluss an das Niveau der Wirtschafts- und Realschule in Deutsch, Mathematik und Englisch heranführen. Ziel sei es, so viele Standorte wie möglich und so lange wie möglich zu erhalten. Die Mittelschule könne ihr differenziertes Angebot mit den Zweigen Technik, Wirtschaft und Soziales nur vorhalten, wenn sie eine gewisse Größe aufweise. An der Mittelschule werde es auch ein Ganztagesangebot geben. Dafür müssten Verbünde mit mindestens 300 Schülern gegründet werden, erläuterte Obermaier. Derzeit besuchen 315 Schüler die Hauptschule Ampfing und 206 die Hauptschule Buchbach. Mittelfristig könne die Schülerzahl jedoch nur durch einen Verbund beider Hauptschulen gewährleistet werden.

Die Mitgliedsgemeinden des Hauptschulverbandes Ampfing, also auch die Gemeinde Oberbergkirchen, müssen der Gründung der Mittelschule bis zum 30. April zustimmen. Der Hauptschulverband Neumarkt-St. Veit wird wohl mit der Hauptschule Mühldorf kooperieren. Aus dem Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen tendieren die Gemeinden Lohkirchen und Schönberg zu diesem Verbund.

In der anschließenden Diskussion sprachen sich die Gemeinderatsmitglieder für die Mittelschule in Ampfing aus. Dabei führte Josef Breiteneicher an, dass so manche Grundschüler auf das Gymnasium und die Realschule geschickt würden, die nicht unbedingt dafür geeignet seien. Sie fehlten in der Hauptschule. "Die Hauptschule ist abgewertet worden", so Breiteneicher. Siegfried Gossert stellte fest, die Realschulen, auch die zuletzt in Haag gegründete, platzten aus allen Nähten. Für den Bau einer neuen Realschule aber habe der Landkreis kein Geld. Deshalb werde nun den Schülern die Möglichkeit eines adäquaten Abschlusses an einer Mittelschule geboten. Auch Franz Greimel vertrat diese Meinung. Der Beschluss zur Gründung eines Mittelschulverbundes von Ampfing mit Buchbach wurde einstimmig gefasst.

gth/Mühldorfer Anzeiger

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