Ampelflirt im Internet fortsetzen

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Anmelden, Kennzeichen eingeben und mit der gesuchten Person in Kontakt treten - diese Idee steckt hinter Ampelflirt.de. Christian Emmerl betreibt nun schon seit knapp drei Jahren das Portal.

Oberornau - An der Ampel jemanden im Auto gesehen und jetzt würde man die Person gerne kennenlernen? Mit dem Internetportal von Christian Emmerl ist das möglich!

Neue Bekanntschaften zu schließen, ist nicht immer ganz einfach. Entweder man traut sich nicht, sein Gegenüber anzusprechen oder es bietet sich einfach nicht die passende Gelegenheit. Was aber, wenn eine interessante Person im Auto an der Ampel neben einem steht? Schwierig, aber nicht unmöglich. Denn mit viel Glück ist sein Gegenüber über die Internetplattform Ampelflirt.de ausfindig zu machen.

Es ist ganz einfach: Auf der Seite anmelden, Kennzeichen eingeben und mit der gesuchten Person in Kontakt treten. Doch nicht immer hat man auch Glück, denn nur die Kennzeichen tauchen in der Suche auf, die auch registriert sind. Denn einen Zugriff auf die Daten aus der Zulassungsstelle gibt es aus datenschutzrechtlichen Gründen natürlich nicht.

Seit knapp drei Jahren betreibt Christian Emmerl aus Oberornau nun schon das Portal ampelflirt.de. Außer unter Freunden und Bekannten hat er nie dafür Werbung gemacht - dafür seien die Kosten zu hoch. "Ohne Werbung ist es aber schwierig, die Leute dafür zu interessieren", sagt Christian Emmerl. Rund 70 Benutzer haben sich bislang angemeldet. Jetzt wagt er einen neuen Vorstoß, will seine Idee aus der Webanonymität herausholen - mit einer App auf Facebook. "Die User sind vorsichtig, auf Facebook will ich mir mit meiner Idee einen Namen machen", fährt er fort. Bald soll es auch eine entsprechende App über Apple geben.

Nur auf die nötigsten Funktionen beschränkt sich Christian Emmerl bei seiner Facebook-App, die ampelflirt.de ist umfangreicher. Das soziale Netzwerk soll ein Sprungbrett sein, die User auf seine Homepage weiterzuleiten. Dort hat jeder User eine eigene Profilseite, es gibt eine Pinnwand und eine Chatfunktion.

Christian Emmerl ist selbst keiner, der sich stundenlang über Facebook mit Freunden austauscht oder auf der Suche nach neuen Bekanntschaften ist. Extra für sein Projekt hat er sich überhaupt bei diesem sozialen Netzwerk registriert. Um so mehr verwundert es, dass er sich einer solchen Thematik angenommen hat.

Vor etwa fünf Jahren kam er zufällig auf die Idee - beim Lesen einer Autozeitschrift. "Zunächst hab ich mich erkundigt, ob es eine ähnliche Plattform schon gibt. Dann hab ich einfach mit den Planungen begonnen", erzählt Christian Emmerl. Ein Konzept entwickeln, Kontakte mit IT-Programmierer herstellen und die Homepage entwickeln - von der ersten Idee bis zur fertigen Seite sind Jahre vergangen.

Von Anfang an war seine Frau in das Projekt mit eingebunden. Planung, grafische Umsetzung und Programmierung - alles auf eigene Kosten. "Wir haben so viel Energie reingesteckt, dass wir das alles nicht aufgeben wollten." Ampelflirt.de hat sich für die beiden zum Selbstläufer entwickelt, an keinem Punkt wollten sie ihre Arbeit aufgeben. "Die positive Resonanz unserer Freunde hat uns immer wieder angetrieben", sagt Christian Emmerl.

Mit der Entwicklungsarbeit ist es nicht getan, denn die Inhalte der Seite müssen regelmäßig kontrolliert werden. Jetzt reicht es noch, wenn sie alle zwei bis drei Tage einen Blick darauf werfen. Doch sollte die Homepage populärer werden, wird dieser Zeitaufwand wohl nicht mehr ausreichen. "Wenn es zu viel wird, werden wir wohl Unterstützung brauchen", ist er sich mit seiner Frau Magdalena einig.

Vielleicht ist bis dahin auch seine Vision schon wahr geworden. Dass die Seite so bekannt ist, dass sie auch für Werbepartner interessant ist. "Vielleicht lässt sich dann was damit verdienen", sagt er.

hi/Mühldorfer Anzeiger

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