Innkanalbrücke: Ampel gegen Unfälle

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Nur eine zusätzliche Ampel für Linksabbieger kann den Unfallschwerpunkt entschärfen: Verkehrsfachmann Rabl an der Innkanalbrücke.

Mühldorf -  An keiner anderen Kreuzung in der Stadt gibt es so viele Unfälle, wie an der Innkanalbrücke. Eine Ampel soll nun Abhilfe schaffen.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: An keiner anderen Kreuzung in der Stadt gibt es so viele Unfälle, wie an der Innkanalbrücke.

Einige Unfälle an der Kreuzung:

45-Jähriger verkennt Verkehrssituation

Zwei Personen bei Unfall verletzt

Vorfahrt missachtet: 50.000 Euro Schaden

Unfall mit Kettenreaktion

Vorfahrt missachtet: Vier Verletzte

Zwei Unfälle auf Bürgermeister-Hess-Straße

Fahrradunfall in der Bürgermeister-Hess-Straße

34 Unfälle in dreieinhalb Jahren hat der Verkehrsfachmann der Mühldorfer Polizei Johann Rabl gezählt. Dabei gab es 23 Leicht- und einen Schwerverletzten. Das häufigste Unfallmuster wiederholte sich dabei ständig: Ein Autofahrer, der von der Bürgermeister-Hess-Straße nach links auf die Innkanalbrücke abbiegen will, übersieht das entgegenkommende Auto und prallt mit ihm zusammen. Oft seien die entgegenkommende Autos verdeckt oder würden zu spät gesehen, sagt Rabl. Auch in die anderen Richtungen kracht es immer wieder, die drei- oder vierspurige Kreuzung ist schwierig: „Viele sind mit der Linksabbiegersituation überfordert.“

Das weiß auch die Verkehrskommission des Landkreises, in der Straßenbauamt, Landratsamt und Polizei zusammen sitzen. „Wir haben die Kreuzung schon lange im Blick“, betont Rabl und kennt eine Lösung: Autofahrer, die von Osten nach links auf die Innkanalbrücke abbiegen, bekommen künftig eine eigene Ampel, die nur Grün zeigt, wenn der Gegenverkehr Rot hat.

Zugleich will das Straßenbauamt eine Induktionsschleife einbauen und die Anlage entsprechen umprogrammieren, damit die Ampel erkennt, wie lange sie Linksabbiegern grün geben muss. Damit, so die Hoffnung, sollen die Staus in Norden der Stadt ein Ende haben.

Die sind vor allem morgens zwischen 7 und 7.45 Uhr mitunter sehr lang, Autos stauen sich auf der Bürgermeister-Hess-Straße bis zur Unterführung und in der Mößlinger Straße bis zur Pius-Kirche zurück. Wenn die Linksabbieger länger und ungefährdeter abbiegen könnten und dadurch auch die Geradeausfahrer länger Grün hätten, könne sich die Situation entspannen. Allerdings wartet mit der Ampel an der Auerkreuzung nach Einschätzung Rabls gleich das nächste Nadelöhr. Der Polizist hält die Stauprobleme allerdings nicht für gravierend. Außer in der knappen Stunde am Morgen laufe der Verkehr sehr flüssig, sagt er.

Zu klären ist auch noch die Finanzierung der Maßnahme. An der Kreuzung stoßen die Äußere Neumarkter Straße als Staatsstraße, die Nordtangente als Kreisstraße und die Mößlinger Straße als städtische Straße zusammen. Das heißt: Entsprechend der Fahrbahnbreite müssen sich Stadt und Landkreis an den Kosten für die neue Ampel beteiligen.

hon/Mühldorfer Anzeiger

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