Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bundestagswahlkampf

Bei Kundgebung in Mühldorf: AfD-Politiker Fest sieht sich nicht richtig wiedergegeben

Drei Männer, eine Bühne: Nicolaus Fest, Jörg Meuthen und Oliver Multusch (von links).
+
Drei Männer, eine Bühne: Nicolaus Fest, Jörg Meuthen und Oliver Multusch (von links).
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
    schließen

Bei der AfD-Kundgebung im Mühldorfer Restaurant „Palermo“ hagelte es Beschimpfungen, jede Menge Polemik und viel Gelächter. In unserem anschließenden Bericht sah sich die AfD unzutreffend wiedergegeben.

Update, 28.09.2021

Mühldorf – Der AfD-Europaabgeordnete Nikolaus Fest lässt der Redaktion der OVB-Heimatzeitungen über seinen Anwalt mitteilen, dass er Teile seiner Wahlkampfrede in unserem Beitrag „AfD-Wortgewitter über Mühldorf“ unzutreffend wiedergeben sieht. Fest war einer der Redner beim Besuch des AfD-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen in Mühldorf.

Wir nehmen dies gerne zum Anlass, um hiermit Folgendes klarzustellen: Herr Fest beanstandet in seiner Ansprache, dass unter den 5000 aus Kabul ausgeflogenen Personen 257 Passagiere waren, die keine Papiere mit sich führten. Seine Kritik bezieht sich (natürlich) nicht auf die mitreisenden Diplomaten – diese hatten ihre Papiere sicherlich dabei.

Herr Fest kritisierte zudem den Umstand, dass Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie von der Bundeskanzlerin gemeinsam mit den Ministerpräsidenten-/innen ohne ausreichende Einbeziehung des Deutschen Bundestages beschlossen wurden. Seine Kritik richtet sich nicht gegen die Institution der Ministerpräsidentenkonferenz als solche. 

Der Original-Artikel vom 22.9.2021

AfD-Wortgewitter über Mühldorf: Jörg Meuthen geht mit „Höflingen und Merkelisten“ ins Gericht

Bei der AfD-Kundgebung im Mühldorfer Restaurant „Palermo“ hagelte es Beschimpfungen, jede Menge Polemik und viel Gelächter. Aber am Ende fehlten dann doch die Alternativen.

Mühldorf – Rund 70 Anhänger der AfD trafen in Mühldorf mit Spitzenpolitikern ihrer Partei zusammen. Der Mühldorfer Kreisvorsitzende Oliver Multusch hieß im Saal des Ristorante „Palermo“ den Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und den Europaabgeordneten Nicolaus Fest willkommen. „Nicht-Deutsche müssen uns zeigen, wie Demokratie geht“, kommentierte der Kreisvorsitzende die Tatsache, dass kaum noch Gaststättenbetreiber Kundgebungen der AfD in ihren Räumen haben wollen – in diesem Fall ließ sie ein Syrer in den Saal.

Deutschland als Negativrekordhalter

Aus beruflichen Gründen fehlte der Mühldorfer Wahlkreis-Direktkandidat der Partei, Dr. Klaus Lang: Wegen seines Engagements für die AfD sei dem Kardiologen am Klinikum von Marktredwitz gekündigt worden. Dass der in Mettenheim gemeldete Kreisrat daher nun im Wochenrhythmus nach Zittau pendelt, missfiel sogar den anwesenden Sympathisanten.

Multusch zählt Negativrekorde in Deutschland auf

AfD-Kreisvorsitzender Multusch forderte, den Bürgern mehr Eigenverantwortung zurückzugeben. Er behauptete, Deutschland sei in Sachen Infrastruktur, Rentenniveau, Renteneintrittsalter, Steuerhöhe und Preis für Strom der Negativrekordhalter in Europa. Der Europaabgeordnete Nicolaus Fest ging auf das Thema Sicherheit ein, das in den letzten Jahren „merkelisiert“ worden sei. So kritisierte er fehlende Evakuierungspläne für deutsche Diplomaten aus Kabul, was vor wenigen Wochen dort zu Chaos geführt habe: Von den rund 5000 Ausgeflogenen hätten ganze 257 auf der Flucht vor den Taliban keine Zeit mehr gehabt, ihre Papiere zusammenzusuchen. Eine „Ungeheuerlichkeit“, so Fest.

Lesen Sie auch: „Mühldorf ist bunt“: Mehrere Parteien bei Kundgebung gegen Hass und Hetze

Nicolaus Fest beklagt Meinungsfreiheit wie in der DDR oder in Nordkorea

Er kritisierte eine fehlende verfassungsrechtliche Grundlage der seit 1947 bestehenden Ministerpräsidentenkonferenz und insistierte, dass die „Ministerpräsidentenrunde schon seit 2002 verkehrt“ sei. Die große Koalition habe die„Meinungsfreiheit versaut. „Das ist doch DDR oder Nordkorea, aber nicht Bundesrepublik.“

Auch interessant: AfD-Mann Lang im Steuerparadies: Bundestagskandidat im Kreis Mühldorf betreibt Firma auf Malta

Bundesparteivorsitzender spricht über seine Arbeit in „Absurdistan“

Der Bundesparteivorsitzende Jörg Meuthen berichtete als Mitglied des Europaparlaments über seine Arbeit in „Absurdistan“, wo die Sozialisten, zu denen er auch CDU/CSU zählte, „Axt an bürgerliche Freiheiten“ legten. Die FDP sei nach der Wahl eine „Sättigungsbeilage der Sozialisten“, die Spitzenkandidaten Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) seien „Höflinge und Merkelisten“. Sein Publikum quittierte das mit beifälligem Gelächter.

Deutschland – der Europameister der Benzinpreise

Meuthen schwadronierte über Deutschland als „Europameister der Benzinpreise“, während zwei Millionen Deutsche ihre Heizkosten nicht bezahlen könnten.

Am 26. September ist Bundestagswahl. Im OVB-Dossier finden Sie alle Infos zur Wahl in der Region.

Der Volkswirt kritisierte den europäischen „Green Deal“ und den „recovery fund“ als teuer und unnötig, genau wie EEG und CO2-Steuer. Am Beispiel Schwedens, das nur durch Kohlestrom aus Deutschland durch den letzten Winter gekommen sei, erläuterte er die Notwendigkeit von neuen Nuklearreaktoren.

Über „Oberpanikmacher“ Söder und Lauterbach

Beim Thema Corona gestand Meuthen, dass auch er zu Beginn der Krise Fehler gemacht habe. Doch hätte er sie nicht „immer und immer wieder wiederholt“. Zudem würde die AfD nicht wie die „Oberpanikmacher“ Söder und Lauterbach Angst verbreiten, „um die Menschen einfacher steuerbar zu machen“. Er kritisierte einen „Impfzwang durch die Hintertür“.

Kommentare