Mühldorfer Ärzte streiken 

Mühldorf - Unattraktive Arbeitsbedingungen und miserable Bezahlung - dagegen haben am Montag mehrere 1000 Ärzte aus ganz Deutschland demonstriert. Auch zwölf Ärzte aus dem Mühldorfer Krankenhaus nahmen an der Demonstration teil.

"Wir streiken für eine bessere Bezahlung im Bereitschaftsdienst und eine moderate Anhebung unserer Grundgehälter", erklärte Cora Holzinger, Fachärztin für innere Medizin am Mühldorfer Krankenhaus. Unattraktive Arbeitsbedingungen und eine miserable Bezahlung seien die Hauptgründe für den Ärzte- und besonders für den Nachwuchsmangel an Krankenhäusern.

"In Mühldorf gibt es in allen Abteilungen unbesetzte Stellen, man bemüht sich sehr sie zu besetzen, aber das ist schwer", so Holzinger. Ein junger Arzt, der gerade sein Studium beendet hat, brauche außerdem einige Zeit bis er voll einsatzfähig ist, das sei eine zusätzliche Belastung für die Ärzte im Schichtdienst. "Wr bekommen fast keine Zuschläge für Nacht- oder Wochenenddienst", klagt die Ärztin.

Mit dem Zug machten sich zwölf Ärzte aus dem Mühldorfer Krankenhaus auf den Weg nach München zur Großdemonstration. "Nach der Demonstration setzen wir uns dann in der Ärztevollversammlung zusammen und werden die konkrete Situation in Mühldorf reflektieren."

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © hon

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