Abi-Noten liegen über dem Durchschnitt

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Die Einserabsolventen der 13. Klassen: Jonas Kammerer, Marie Lohmüller, Johanna Schuster und Sebastian Gruber (Unterneukirchen, 1,4 fachgebundenes Abitur) mit (von links) Elternbeiratsvorsitzender Barbara Koch, Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch, Landrat Georg Huber, Bundestagsabgeordnetem Stephan Mayer und Schulleiter Rudolf Geier.

Mühldorf/Altötting - 436 Fachabiturienten und 110 Abiturienten der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) haben ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Die Noten liegen über dem Durchschnitt.

Insgesamt wurden 596 Schülerinnen und Schüler aus der FOS/BOS Altötting im Mühldorfer Stadtsaal entlassen. 546 Schüler haben die Prüfungen der zwölften und 13. Klasse erfolgreich abgeschlossen.

An der FOS haben das Abitur alle bestanden, an der BOS waren nur drei nicht erfolgreich, was einer Quote von 97,4 Prozent entspricht. Bei der Fachhochschulreife gestaltet sich das Ergebnis ähnlich: 90,5 Prozent der FOS-Schüler und 92,5 Prozent der BOS-Fachabiturienten beendeten ihre Prüfungen erfolgreich, das sind 436 von 483 Schülern. Insgesamt ergibt sich daraus eine Quote von 91,4 Prozent. Das liege, so Schulleiter Rudolf Geier, schulintern sowie im bayernweiten Vergleich deutlich über dem Durchschnitt.

"Unter den Absolventen des allgemeinen Abiturs haben 12,4 Prozent eine Eins vor dem Komma", freute sich Geier. Beim Fachabitur liegt der Schnitt etwas schlechter. 7,9 Prozent der Fachoberschüler der Zweige Wirtschaft und Sozial können sich künftig mit einem Einser-Fachabitur bewerben. 9,3 Prozent sind es bei den BOS- Schülern und den FOS-Schülern des Technik-Zweigs.

Herausragende Leistungen erzielte die DBFH-Klasse. 35 Prozent der Schüler wartetetn hier mit einer Eins vor dem Komma auf, alle haben bestanden. DBFH ist ein doppelqualifizierender Bildungsgang. "Unsere DBFHler haben gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Neben der Berufsausbildung als Mechatroniker oder Industriemechaniker haben sie innerhalb von drei Jahren auch noch ihr Fachabitur geschafft", erklärte der Schulleiter. Nach dem Fachabitur können die 20 DBFHler die 13. Klasse der BOS besuchen, da der Abschluss wie ein normales Fachabitur zählt und sie eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können.

Die Bildungspolitik nahm Schulleiter Rudolf Geier in seiner Verabschiedungsrede aufs Korn. Mit dem Fachabitur hätten die Abiturienten die höchstmögliche Schulbildung erreicht, die Anforderungen in den 13. Klassen der FOS und BOS seien mittlerweile höher als am achtjährigen Gymnasium.

An der Durchlässigkeit des bayerischen Schulsystems, das das Abitur selbst nach einem Hauptschulabschluss ermögliche, solle auch nicht gerüttelt werden, forderte er: "Wir brauchen keine bildungspolitischen Experimente". Die Regionalpolitik nahm er bei seiner Schelte ausdrücklich aus: Die Zusammenarbeit sei hervorragend, nur eine Hochschule in der Region fehle nach wie vor.

Zum Abitur gratulierten neben Schulleitung, Lehrern und Elternbeirat auch Vertreter der Politik. "Mit der Wahl der Schule habt ihr die richtige getroffen", sagte Elternbeiratsvorsitzende Barbara Koch, die praxisbezogene Ausbildung sei die ideale Vorbereitung für das Berufsleben. Das Bildungssystem halte noch viel für die Absolventen bereit, betonte Mühldorfs Bürgermeister Günther Knoblauch. Die Arbeitsmarktsituation in der Region für junge, gut ausgebildete Menschen sei sehr gut, sagte Mühldorfs Landrat Georg Huber. Diese Chancen mutig zu ergreifen, riet der CSU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer. "Die Zugehörigkeit zur Elite bedeutet auch die Verantwortung, die eigenen Talente positiv zu nutzen für das Fortkommen der Gesellschaft."

Schülersprecherin Marie Lohmüller brachte es in einer unterhaltsamen Rede auf den Punkt: Jeder Einzelne könne sehr stolz darauf sein, was er erreicht habe.

nil/re/Mühldorfer Anzeiger

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