4800 Kilometer für einen guten Zweck

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Nach 4008 Kilometern am Ziel: Klaus und Anja Hornung bei ihrer Ankunft auf Sizilien. Dorthin führte eine Radtour, die gut drei Wochen zuvor in Gibraltar begonnen hatte.

Mühldorf - 4008 Kilometer im Urlaub fahren - für viele undenkbar, selbst, wenn sie das Auto benutzen dürften. Geschweige denn, wenn sie Fahrrad fahren müssten.

Doch genau diese Strecke hat Klaus Hornung von Gibraltar in Spanien bis Messina auf Sizilien mit seinem Rennrad in gut drei Wochen zurückgelegt, abwechselnd begleitet von Rudi Asanger, Eric Rudhof und seiner Frau Anja Hornung. Monatelang hatte sich der Geschäftsführer des FTZ Mühldorf mit seinen Begleitern akribisch auf diese Mammut-Tour vorbereitet. Spezielles Krafttraining gepaart mit Ausdauereinheiten bildeten die sportlichen Grundlagen der vier Akteure. Außerdem galt es zwei Begleitfahrzeuge zu organisieren, die an der Seite der Rennradler die notwendige Ausrüstung und Ersatzteile mitführten.

Nach geglücktem Start folgten bereits große Herausforderungen an Mensch und Material. Mit jeweils über 3000 Höhenmetern am Tag, bescherten die spanischen Pässe in der Sierra Nevada Hornung und Asanger einen deftigen Auftakt. Die lohnende Entschädigung erhielten beide durch eine beeindruckende landschaftliche Kulisse, weite Strecken bei großer Hitze und starkem Wind. Bemerkenswert war die Durchfahrt Barcelonas, die durchwegs auf einer achtspurigen Schnellstraße mit einer Geschwindigkeit von 45 Stundenkilometern die höchste Konzentration erforderte. Am zehnten Tag erreichte das Duo Frankreich und fuhr weiter entlang der Cote d' Azur. In Le Lavandou stieß Eric Rudhof hinzu und Rudi Asanger verabschiedete sich. Ein Autoaufbruch mit dem Diebstahl der Laptops, Fotoapparate und Handys auf einem Parkplatz trübte die Freude über das bisher Erreichte.

Die Tour führte weiter über Antibes, Pietra Ligure, Levanto, Cecina und Saline Sadun, wo zur Verstärkung Anja Hornung eintraf, die, nach einem gemeinsamen Tag zu dritt, ab Bracciano das Finale der Europa Tour an der Seite ihres Mannes bestritt. Nach 4008 Kilomtern und 25 Tagen im Sattel war es dann so weit: Die Radler erreichten Messina auf Sizilien - das Ziel, das sich allen voran Klaus Hornung so sehnlich gewünscht hatte. Vergessen waren die Strapazen, es dominierten Glücksgefühle.

Über das Erreichte darf sich auch der Teisinger Petö-Kindergarten über eine großzügige Spende von 2000 Euro freuen. Die Summe kommt durch Unterstützer zusammen, die für jeden gefahrenen Kilometer Geld spendeten.

wag/Mühldorfer Anzeiger

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