17-Jähriger rettet verletzten Mann

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Andreas Kolb bereitet sich auf das Abitur vor, joggt ab und zu um den Kopf frei zu bekommen und entdeckte auf seiner Runde einen Verletzten.

Mühldorf - Diese Jogging-Runde wird Andreas Kolb nicht so schnell vergessen: Er rettete am Inn einen verletzten Mann, der über einer Stunde lang um Hilfe geschrien hatte.

Im ersten Moment dachte Andreas Kolb an ein Tier. Doch dann, ein paar Meter weiter, zwischen Innbrücke und Sauloch, hörte er den Hilfeschrei ganz deutlich. "Ich hab' mich umgesehen und sah jemand am anderen Ufer liegen."

Der 17-Jährige nahm die Beine in die Hand, spurtete über die Brücke und noch einmal rund 100 Meter flussaufwärts am Inn entlang. "Dort, wo die Leute immer die Schwäne füttern, hab' ich ihn dann gefunden. Der Mann hatte sich das rechte Bein gebrochen, das hat man auf den ersten Blick gesehen."

Da der Gymnasiast kein Handy dabei hatte, klingelte er an der nächsten Haustür und verständigte den Notarzt. "Der war richtig schnell", sagt Andreas Kolb, für den die Sache damit auch schon wieder erledigt war. "Als der Krankenwagen da war, habe ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht. Meine Runde war ja noch nicht zu Ende."

Über eine Stunde habe der Mann bereits am Innufer gelegen, erfuhr Kolb noch. Offensichtlich war er gegen 6Uhr mit seinem Hund unterwegs gewesen und auf dem feuchten Sand ausgerutscht. "Ein Glück, dass ich immer ohne Musik zum Joggen gehe", sagt Andreas Kolb. "Sonst hätte ich ihn gar nicht gehört."

ha/Mühldorfer Anzeiger

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