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Stadt und Landratsamt äußern sich

15.486 Autos täglich: Wie die Chancen auf einen Radweg auf der Mühldorfer Innbrücke stehen

Mit einem Verkehrsversuch will die Stadt herausfinden, ob die Einrichtung eines Radwegs in der Brückenstraße möglich ist. Die Grünen wollen noch mehr, die Chancen dafür stehen schlecht.
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Mit einem Verkehrsversuch will die Stadt herausfinden, ob die Einrichtung eines Radwegs in der Brückenstraße möglich ist. Die Grünen wollen noch mehr.

Derzeit gibt es eine neue Radspur in der Mühldorfer Brückenstraße. Ein Verkehrsversuch soll zeigen, ob sie funktioniert. Die Grünen hätten solche Radspuren auch gerne auf der Innbrücke.

Mühldorf – Der Versuch zur Verbesserung des Radverkehrs auf der Brückenstraße in Mühldorf läuft. Er soll zeigen, ob Radfahrer sicherer unterwegs sind, wenn sie einen eigenen Radstreifen zwischen der Einmündung der Luitpoldallee und der Ampel vor der Innbrücke haben. Mehr Verbesserungen wird es für Radfahrer in der Innenstadt aber auf absehbare Zeit wohl nicht geben. Das geht jetzt aus Stellungnahmen der Stadt und des Landratsamts hervor.

Grüne stellen Antrag vor einem Jahr

Die Grünen hatten vor gut einem Jahr beantragt, auf der Mühldorfer Innbrücke in beide Fahrtrichtungen Radwege auszuweisen und dafür die Fahrspuren für Autos zum Teil zu reduzieren.

Radln auf Gehsteig ist erlaubt

Derzeit dürfen Radfahrer zwar die Gehsteige benutzen, die müssen sie aber mit Fußgängern teilen. Außerdem ist die Querung der alten B 12 für Radfahrer im Umfeld der Brücke nur schwer möglich.

Die Stadt lehnte den Vorschlag der Grünen von Anfang an ab, hat ihn nach Angaben von Bürgermeister Michael Hetzl aber ans Landratsamt weitergegeben, in dessen Zuständigkeitsbereich die Innbrücke fällt.

Stadt hat sich an Landratsamt gewandt

Der Hauptausschuss hatte dieses Vorgehen mit zehn Stimmen gegen eine am 14. April 2021 beschlossen. Eine abschließende Beurteilung durch das Landratsamt stehe noch aus, sagte Hetzl jetzt, über ein Jahr später, vor dem zuständigen Ausschuss.

Landratsamt hat Situation geprüft

Dieses Vorgehen bestätigt auch das Landratsamt, das sich vor einer abschließenden Beurteilung noch mit dem staatlichen Bauamt abstimmen will. Grünen Fraktionssprecher Dr. Matthias Kraft hatte in einer Stellungnahme zum jetzt begonnenen Verkehrsversuch in der Brückenstraße kritisiert, dass die Umsetzung dieser Idee seiner Partei unangemessen lange nicht bearbeitet worden sei.

Er behauptete, dass die Beurteilung im Landratsamt fachlich längst abgeschlossen sei. Belege für diese Behauptung hat er trotz mehrfacher Anfrage nicht vorgelegt. Es zeichnet sich allerdings ab, dass das Landratsamt den Vorschlag der Grünen ablehnt. „Inhaltlich schließt sich das Landratsamt Mühldorf den Ausführungen der Stadtverwaltung an“, teilt die Behörde auf Anfrage mit. Sie beruft sich bei ihrer Einschätzung auf neue Verkehrszahlen, die zeigen würden, wie stark der Autoverkehr auf der Innbrücke in den vergangenen Jahren gestiegen sei.

15486 Fahrzeuge täglich

Laut den jüngsten Zahlen aus dem Jahre 2019 fahren durchschnittlich 15 486 Fahrzeuge täglich über die Innbrücke. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung ist es aus Sicht des Landratsamts nicht zielführend, eine Fahrspur wegzunehmen.“

Beratung mit Bauamt steht aus

Das Landratsamt werde sich vor einer abschließenden Stellungnahme noch mit dem Staatlichen Bauamt in Rosenheim in Verbindung setzen und gemeinsam mit der Polizei Mühldorf nochmals über das Thema beraten, hieß es auf Anfrage.

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