Trostberger entgeht knapp Betrugsmasche

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Landkreis - Stefan Weinzierl aus Trostberg ist nur knapp einer Betrugsmasche entgangen. Wie die Gauner sich Zugriff zu seinem PC verschaffen wollten und worauf Sie achten müssen.

Als Stefan Weinzierl am Mittwoch vor seinem PC sitzt, klingelt plötzlich das Telefon. Am Apparat ist ein vermeintlicher Mitarbeiter von Microsoft, der ihm auf englisch erklärt, dass sein Computer im Hintergrund "abgetastet" und "gedownloadet" würde, während er daran arbeitet. Er wolle ihm helfen, das Problem zu lösen. Dazu bräuchte er nur Zugriff auf seinen PC. Weinzierl ist stutzig: "Er war sehr aufdringlich, deswegen habe ich lieber gleich aufgelegt." Doch der Anrufer gibt nicht auf, probiert es insgesamt sieben Mal an einem Tag den Trostberger zu erreichen. Doch Weinzierl kommt das Ganze spanisch vor. Er fängt an zu recherchieren und findet heraus, dass andere Leute im Internet die gleiche Erfahrung gemacht haben.

Auch der Polizei ist die Masche schon hinlänglich bekannt, berichtet Frank Konrad vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. "Oft geben sich die Anrufer als Microsoft-Mitarbeiter aus, um über die Fernwartungs-Funktion zugriff auf die Computer ihrer Opfer zu bekommen." Sobald man den Betrügern den Zugriff auf den eigenen PC gewähre - meist gehe das über einen Code, den man durchgeben muss - gebe es für die Gauner kein Halten mehr. "Sie können dann Schadsoftware installieren, Daten abgreifen oder Trojaner aufspielen", erklärt Konrad. Er rät Opfern sich sofort bei ihrer örtlichen Polizei zu melden, wenn sie einen solchen Anruf bekommen. "Dort kann dann im einzelnen geprüft werden, wo der Anruf herkam und was man dagegen unternehmen kann."

Die Strafverfolgung verläuft allerdings oft im Sand, da die Täter häufig aus dem Ausland operieren. So vermutlich auch im Fall von Stefan Weinzierl. Aus seiner Telefonliste ist ersichtlich, dass der falsche Microsoft-Mitarbeiter unter einer 0058-Vorwahl angerufen hat - also aus Venezuela. Der Trostberger will aber dennoch zur Polizei gehen, um den Fall zur Anzeige zu bringen.

Quelle: chiemgau24.de

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