Auch Kreisverkehre an b299 wieder in diskussion

Bergauf Tempo 60? Zagler Berg wird nicht noch mehr eingebremst

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Trostberg - Die Unfallzahlen am Zagler Berg konnten gesenkt werden - sollte jetzt auch bergauf das Tempo begrenzt werden? Auch mögliche Kreisverkehre am Schwarzerberg und an der Herzog-Otto-Straße waren Themen der Verkehrsschau. *Mit Votings*

Bergab von Palling kommend gilt Tempo 60, auch vor kurvigem Streckenverlauf werden die Autofahrer gewarnt. Doch braucht es Ähnliches auch bergauf, also von Trostberg kommend? Diesen Vorschlag brachte Stadtrat Franz-Xaver Obermayer bei der Verkehrsschau ins Spiel - wurde vom Landratsamt aber abgelehnt.

Auch aus Richtung Palling kommend hat sich die Verkehrssituation inzwischen gebessert: Nach vielen Unfällen in den vergangenen Jahren wurde die Beschilderungsabfolge Mitte 2016 auch dahingehend geändert, dass auch die Unfälle auf Höhe der Abzweigung Dieding deutlich reduziert werden konnten. Im ersten Halbjahr 2016 waren es an dieser Stelle noch neun Unfälle, seitdem ist kaum mehr etwas passiert. "Damit sind keine weiteren Maßnahmen notwendig", heißt es von Seiten der Trostberger Stadtverwaltung. 

Zwei Kreisverkehre abgelehnt

Im Mittelpunkt der Verkehrsschau standen außerdem zwei mögliche Kreisverkehre an der B299, die immer wieder Befürworter finden:

  • An der Herzog-Otto-Straße, beim Autohaus Osenstätter.
  • Am Schwarzerberg in Richtung Krankenhaus.

Doch hier sagte das zuständige Staatliche Bauamt in Traunstein zwei Mal "Nein"

An der Herzog-Otto-Straße gäbe es keine Unfallhäufung, auch die Wartezeiten beim Links-Abbiegen in die B299 sei "verträglich". Außerdem wird weiterhin versucht, die Kunden der Supermärkte dazu zu bringen, nicht über die Sonnenleite zurück auf die Bundesstraße zu fahren. "Dem Eigentümer wird eine private Hinweisbeschilderung zur Ausfahrt über 'ehem. Mobile' vorgeschlagen", so die Stadtverwaltung.

Ein Kreisverkehr am Schwarzerberg scheitert dagegen in erster Linie an der Hanglage und dem Platzmangel, so das Staatliche Bauamt. 40 Meter Durchmesser wären mindestens nötig. Außerdem wären auf der Bundesstraße weit mehr als doppelt so viele Fahrzeuge unterwegs als auf dem Abzweiger in Richtung Krankenhaus (7300 Fahrzeuge täglich gegenüber 15.000 bis 19.000). 

"Wenn die Umfahrungen gebaut sind, gäbe es dann allein zwischen Altenmarkt und dem Trostberger Zentrum vier Kreisverkehre", zeigte sich auch Stadtrat Obermayer skeptisch. Aus Sicht der Behörden liegt an beiden Stellen auch keine Unfallhäufung vor - "doch das darf doch kein Kriterium sein", wurde aus dem Stadtrat widersprochen. Die Kreisverkehre könnten auch dazu beitragen, dass allgemein langsamer gefahren würde.

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xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Fotomontage xe/FDL

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