Häuser an Traunsteiner Straße mit Denkmalschutz

Trostberger Stadtrat fordert Abriss der "Bruchbuden"

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Trostberg - Sie machen längst einen trostlosen Eindruck: Vier alte Häuser entlang der Traunsteiner Straße - Stadtrat Obermayer fordert jetzt erneut ihren Abriss.

"MS-Elektrotechnik" oder das "Eiscafé Monza" sind längst Geschichte - die Häuser an der Traunsteiner Straße 4, 6, 8 und 10 stehen leer, das Wetter und die Abgase nagen an der Fassade. Was also damit tun? Für Trostbergs Stadtrat Franz-Xaver Obermayer haben die vier Gebäude "keine historische Bedeutung" - auf der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler forderte Obermayer erneut den Abriss dieser "Bruchbuden", berichtet das Trostberger Tagblatt.

Trostbergs Stadtrat Obermayer.

Durch den freien Platz könne die stark belastete Luft an der B299 besser zirkulieren, begründet es Obermayer laut Trostberger Tagblatt. Genau jene Stelle der Traunsteiner Straße ist am stärksten von Feinstaub belastet. Das Problem: Die vier Häuser stehen unter Denkmalschutz und dürften deshalb nicht abgerissen werden. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege datiert den Bestand einer dortigen Häuserzeile auf das 16. oder 17. Jahrhundert zurück. Die Häuser selbst stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und befinden sich inzwischen im Besitz der Stadt. 

2017 sprach sich der Stadtrat deshalb bereits für eine Sanierung aus: Die Häuser sollten im Inneren so zusammengeschlossen werden, dass dort sieben Wohnungen entstehen können. Ein Teil der Hausrückseiten solle abgerissen werden. Zuerst sollten aber noch die Kosten ermittelt und Details auch mit dem Denkmalamt und der Regierung von Oberbayern abgeklärt werden. Die einzige Gegenstimme kam auch damals bereits von Franz-Xaver Obermayer. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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