Für Pechlerau und Saliterau in Trostberg

Hochwasserschutz an der Alz: Das ist geplant

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Es geht um den Hochwasserschutz flussabwärts der B299-Brücke.
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Trostberg - Um den Gefahren eines Alz-Hochwassers zuvorzukommen reifen nun die Planungen für die Saliterau und die Pechlerau: Wir stellen vor, was alles gemacht werden soll.

Mit den Planungen will sich die Stadt vor einem 100-jährigen Hochwasser schützen, also ein Wasserpegel, der im Schnitt ein Mal in 100 Jahren erreicht oder überschritten wird. Schon 2002 und 2013 standen die Pechlerau und die Saliterau links und rechts der Alz unter Wasser. In erster Linie soll dies künftig mit einer Aufweitung der Alz verhindert werden - heißt: Das Flussbecken wird abgesenkt. Es geht um den Bereich flussabwärts nach der B299-Brücke.

Bis zu 40 Zentimeter niedrigerer Wasserspiegel

Durch die Aufweitung der Alz wird es zwar am Flussrand wieder zu Verlandungen kommen, doch der gewünschte Effekt gehe dadurch nicht verloren, so das Planungsbüro SKI auf der Stadtratssitzung am Mittwoch. Einen 20 bis 40 Zentimeter niedrigeren Wasserspiegel erwartet man durch die Maßnahme.

Außerdem werden Deiche und Mauern an beiden Seiten des Flusses errichtet:

  • Rechs der Alz wird eine 70 Zentimeter hohe Mauer am Fußweg errichtet. Im Flussverlauf wird sie hinter den Schrebergärten weitererrichtet. Die Schrebergärten selbst gelten als Rückhaltefläche. Vor dem Gewerbegebiet wird ein Deich gebaut.
  • Auch links der Alz werden Hochwasserschutzmauern errichtet. Wie im Fall der Schrebergärten wird sie links der Alz auch hinter dem Spielplatz verlaufen, auch dieser gilt als Rückhaltefläche. Die Mauer wird dann direkt an die Wohnbebauung heranreichen, da auch der Wald davor als Rückhaltefläche eingestuft ist. 
Das überschwemmungsgefährdete Gebiet in Trostberg.

Die Planer erinnerten auch daran, dass durch die Aufweitung der Alz die Hochwasserschutzmauern auch dementsprechend nicht so hoch gebaut werden müssen - darauf verzichten könne man aber nicht. "Das Bild wird sich durch die Mauern ändern. In normalen Zeiten wird man sich vielleicht fragen, wofür die eigentlich sind", spielte Bürgermeister Karl Schleid darauf an, dass sich die Mauern zum Teil recht weit von der Alz entfernt befinden werden. 

Die Kiesbänke, die durch die Alz-Aufweitung entstehen, machen den Fluss aber wiederum auch für die Bevölkerung attraktiver. Bei der Ausgestaltung der Mauer könnte Traunstein als Vorbild dienen: Dort sind die Hochwasserschutzmauern aus attraktiverem Nagelfluh, der auch Moos oder Kletterpflanzen annimmt.

So geht es nun weiter

Die Kosten für den Hochwasserschutz betragen gut 2,4 Millionen Euro, die Stadt muss davon wohl rund 35 Prozent übernehmen. Zuerst geht es an die Vergabe der Planung, im Herbst dann an die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Das Wasserwirtschaftsamt rechnet mit einem Baubeginn für das Jahr 2020.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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