Prozess zögert Baubeginn immer weiter hinaus

Realschul-Neubau: Rätselraten über Spatenstich

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Der Stahlbetonbau von 1975 ist so marode und  schlecht isoliert, dass eine Sanierung nicht mehr in Frage kam. 
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Trostberg/München - Eigentlich wollte man im Mai vorigen Jahres mit dem Neubau starten, doch weit gefehlt: Ein Prozess am Oberlandesgericht in München zieht alles in die Länge. 

Als Bauträger des Realschul-Neubaus in Trostberg steht das Landratsamt derzeit als Beklagter vor dem Oberlandesgericht in München. Das ursprünglich für März angepeilte Urteil lässt aber noch immer auf sich warten - aktuell ist das Oberlandesgericht erst dabei, einen Gutachter zu engagieren, berichtet das Trostberger Tagblatt. Ein Spatenstich ist also noch lange nicht abzusehen.

Der Hintergrund: Für die Baumeisterarbeiten wurde nur ein Angebot abgegeben, mit einem Preis, der um eine Million Euro höher lag, als im Landratsamt angepeilt. Der Kreisausschuss beschloss darauf hin kurzerhand, das Vergabeverfahren zu stoppen und neu auszuschreiben. Dagegen wehrte sich der Bieter vor Gericht. Die geschätzten Gesamtkosten für den Neubau der Trostberger Realschule liegen derzeit bei 29,4 Millionen Euro.

So soll der Neubau aussehen. Wann damit begonnen werden kann, hängt aber vom Oberlandesgericht in München ab. Ein Ende des Prozesses ist noch lange nicht abzusehen.

1975 wurde die Realschule in Trostberg fertiggestellt. Der Stahlbetonbau ist inzwischen derart marode und schlecht isoliert, dass eine Sanierung nicht mehr in Frage kommt. Ursprünglich war ein Baubeginn für Mai 2017 anvisiert. Über 800 Schüler lernen momentan am Stefan-Günthner-Weg. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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