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Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

Einige knöpfte er sich ganz besonders vor

Wie der Nikolaus dem Trostberger Stadtrat die Leviten las 

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Das jüngste Stadtratsmitglied, Franziska Liedl, durfte den Stab vom Nikolaus halten.
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Trostberg - Alle saßen schon auf ihren Plätzen, Bürgermeister Schleid wollte die Sitzung eröffnen, da kam plötzlich der Nikolaus mit seinem Kramperl zur Tür herein: Er fand nette Worte, verteilte aber auch Seitenhiebe. Schleid überreichte dem Nikolaus eine Spende von 450 Euro für die Kinderkrebshilfe Balu. Wir veröffentlichen die Zeilen von Nikolaus Wolfgang Maier hier ungekürzt - geschrieben hat sie aber der Bürgermeister höchstpersönlich.

Grias God ihr liabn Leid,
wia's ihr alle wisst's auf Weihnachten is' nimmer weid.
Drum ziag i, da Nikolaus,
zur Zeit von Haus zu Haus.
Normalerweise dua i ja bloß zu de gloana Kinder kemma,
doch heind, hob i ma denkt, muaß i ma moi den Trostberger Stadtrat dro nehma.

Bisher bin i ja no nie bei euch gewesen,
doch ich hob in den letzten Jahren vieles über euch in der Zeitung gelesen.
So manche Diskussion erscheint am Thema vorbei,
doch manchem Stadtrat ist das völlig einerlei
.

Auch gibt es Räte die oftmals der Meinung sind,
dass die Verwaltung ihren Vorstellungen soll folgen blind.
Doch eines, das müsst ihr euch schreiben ins Heft,
der laufende Betrieb ist ganz sicher nicht euer Gschäft.
Wenn es um Dinge geht, die in die Zukunft wirken und verpflichten,
darauf muss der Stadtrat sein Augenmerk richten.

"So manches G'schrei": Eishalle, Kletterturm, Indoor-Spielplatz

Diese Periode ist nun fast zu zwei Dritteln vorbei,
ich hörte in Trostberg da so manches G'schrei.
A Eishalle, a Kletterturm und a Indoorspuiplatz muaß her,
so fordert man in der Bürgerschaft immer mehr.

Es is schod, dass ma ois gar nimma sehgt,
wos wirklich so a scheene Stadt wia Trostberg bewegt
.
Da Verkehr, de Arbeitsplätz, a saubane Schui,
mit solche Sachan beschäftigt ma sich in dem Spui.

Wos' ois gibt in Trostberg wead oft nimma gseng, weils hoid do scho is,
doch ois Nikolaus, do sehg i des öfteren wia sehr der Stadtrat sich blogt, ganz gwieß,
zum dahoiddn und entwickeln de guadn Sachan,
damit de Leid hoid a wissn wos' in da Freizeit ois machan.

A Eisstadion, a Schwimmbad, drei Sportplätz im ganzen Gemeindegebiet,
do kimmt manch andere Stadt in der gleichen Größe oft gar nimma mit
.
De Kindergärten und Schuin auf am guadn Niveau,
do kennan's wo anders oft bloß drama davo.

Ihr machts des scho ganz guad für eure Stadt,
man merkt ihr seids mit der Entwicklung no lang ned satt,
de Verantwortung, de ihr im politischen Ehrenamt habt,
de is ganz enorm, und des Meiste davon klappt.

Leida wead des in der Bevölkerung oftmois ned so honoriert,
wennst den oan oder andern Kommentar hörst, do moanst, dass' di friert.
Ois wos nix is, des wead do besprochen und beklagt,
doch alles Positive, do wead nur selten wos drüber gesagt.

Hier wurde der Nikolaus "persönlich"

Über den oan oder andern muaß i jetz persönlich a no wos song,
ned dass später de Leut mi dann frong,
host de Gelegenheit ned doch a dazua gnutzt,
und dene im Rathaus die Flügel a wenig gstutzt?

Da Rappe Franz, auch als Franz-Xaver Obermayer bekannt,
der bringt oft Statements, de san im ganzen Land scho lang bekannt,
er hod ja erst kürzlich sein 40. Haushalt beschlossen,
und a so hod er a sei Haushoitsred aus der Hüfte geschossen.

Er hod scho vor Jahrzehnten immer des richtige gwusst,
bloß alle andern wead des jetzt verspätet bewusst.
In der Schweiz do wird die Hangwaldbewirtschaftung mit dem Helikopter gemacht,
wiaso hod nur unsern Förster no koana auf diese Superidee gebracht.
Sonst spart der Rappe Franz ja grundsätzlich gern,
aber de Ausgaben für einen Hubschrauberflug könnt ned amoi er verwehrn.

Dem Biagstei sei liabster Stadtrat der Peter Kirchgeorg is,
wenn alle ois gsogt ham, des is ganz gwiß,
der Staudern-Schorsch hod no an Spruch, oder a zwoa,
vorher konn ma in da Tagesordnung ned weida doa.

Boxhammer Carlo, so stehts bei mir gschriem,
der reibt dem Bürgermeister alles hin,
ganz wurscht ob's um Bauland, Fahrradlweg oder Hundsdrecktüten geht,
der Boxhammer schickt einfach jed's Thema auf'n Weg.

Der Pfannenstein Horst, des is fei a Foi von besonderem Format,
dem wead's in da Sitzung dann doch scho moi z'pat.
Ab 20 Uhr is beim Horst die kritische Zeit, do wead er dann miad,
des Heimweh, oder Couchweh, er dann ganz besonders g'spiad.

Wos dem Horst sei früher Abgang is,
des kimmt da Stalleicher z'spät, aber g'wiß,
da Bürgermeister woas mittlerweile ganz genau zum song,
er fangt um 18 Uhr an, do braucht er nach dem Hans no ned frong.
Wenn der aber nach der Protokollgenehmigung ned anwesend is,
dann macht ma se um eahm Sorgen, ned dass wirklich wos is.

Aber de Penn Marianne, de woas meistens wo der Hans wieda steckt,
weil sie hod's woi vergessen, dass'n zur Sitzung mit einem Anruf aufweckt.
Apropos Penn Marianne, do schauts nur g'nau her,
wenn oane öfters ois da Bürgermeister in da Zeitung is, dann is des wer?
Des schafft nur de Allzweckwaffe von da Fraktion vo de Greana,
do konn sogar da Schleid Karl no wos davo leana.

"Ned g'schimpft is in Bayern g'lobt gnua"

Leider ko i ned über jed'n wos song,
obwoi des dad a jeder vadrong.
Doch vielleicht kimm i im nächsten Jahr wieder,
do mach i dann a paar andere nieder.
Na, so schlimm is bei eich wirklich ned im Stadtrat herin,
i moan, dass i gern a moi wieda kimm.

Machts weiter so im Sinne der Stadt,
weil Trostberg engagierte Stadträte verdient hat.
Diskutierts und überlegts und kommts zu am Ziel,
dann haut des für Trostberg sicher weiterhin sehr guad hin.

Ein herzlichs "Vergelts Gott" an die Stadträte heid,
für eure Arbeit und weiter viel Freid.
Ned gschimpft is in Bayern globt gnua, so wurde mir gesagt,
und weil i ned vui gschimpft hob, is euer Arbeit a gefragt.

De Verwaltung hod heid nur a Lob verdient,
weil sie fleißig und zielbewusst dem Allgemeinwohl dient,
Auch Euch wünsch ich für die Arbeit zum Wohle dera schönen Stadt,
dass der Herrgott euch a guade Hand, a Gspür und Verständnis gem hat.

So zum Schluß wünsch i euch allen no a schene Weihnachtszeit
Gsundheit und Zufriedenheit,
und a no glei a guads neis Johr,
i hoff, i triff euch nächst moi wieder alle do.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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