Nachverdichtung im Trostberger Ortsteil Heiligkreuz-Wimm geplant 

UVA: "Bebauungspläne sollten auch nach 20 Jahren noch verbindlich sein"

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Das Gebiet Heiligkreuz-Wimm in Trostberg aus der Vogelperspektive.
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Trostberg - Heiligkreuz-Wimm soll innerstädtisch verdichtet werden. Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) sieht das kritisch - gerade wegen des hohen Baumbestands in dem Gebiet. Der aktuelle Stand:

In der jüngsten Sitzung des Trostberger Bauausschusses wurden die Nachverdichtungspläne in Heiligkreuz-Wimm einmal mehr besprochen. Laut Bernhard Unterauer vom städtischen Bauamt fassten die Mitglieder in der Sitzung am 8. April den Beschluss, dass die Festsetzung zur Begrenzung der höchstzulässigen Zahl an Wohneinheiten entfallen solle. Bisher habe man die Beschränkung auf zwei Wohneinheiten in dem Bereich gehabt. 

"Das Thema Wohnbeschaffung ist ein wesentlicher Punkt in Trostberg. Natürlich legen wir das Augenmerk bei der innerstädtischen Verdichtung auf Grundstücke, die für eine erweiterte Bebauung geeignet wären. Das Gebiet in Heiligkreuz soll seinen grundsätzlichen Charakter samt Grünflächen und Baumbestand nicht verlieren", betont Unterauer.  

UVA für eine "sanfte innerstädtische Verdichtung" 

Auch der UVA verfolgt die Pläne der Stadt bezüglich der Nachverdichtung. Dem Verband gehe es darum, dass "sanft innerstädtisch verdichtet" und der Fokus auf eine "besonnene Stadtentwicklung mit verstärktem Blick auf die Natur und Lebensqualität" gelegt werde. 

Man wolle auch weiterhin die Entwicklung in dem Gebiet im Auge behalten, das wurde auf der Mitgliederversammlung des UVA am 1. April deutlich. Bei dem Treffen ging es neben der Verdichtung in Trostberg um den aktuellen Stand des geplanten Kiesabbauvorhabens in Seeon-Seebruck und die Auswirkungen und Risiken der neuen Mobilfunkgeneration 5G

UVA-Vorsitzende Gisa Pauli zur künftigen Trostberger Nachverdichtung: "Wir haben schon einige Gespräche geführt mit Bauamt und Verwaltung, doch unsere Vorschläge fassen nicht wirklich Fuß. Wer als Nachbar oder Anwohner betroffen ist von den Plänen der Stadt, dem können wir nur raten, sich zusammenzuschließen und der Stadt klar zu machen, wie sehr Betroffene darunter leiden. Bebauungspläne, die schon so lange Bestand haben, sollten auch nach zehn oder 20 Jahren noch verbindlich sein."  

Die weiteren Schritte 

Die geplante Nachverdichtung in Heiligkreuz-Wimm wird nun den Weg einschlagen, den jede Bebauungsplanänderung durchläuft, wie Bauamtsleiter Unterauer abschließend erklärt: Es gehe in einen Änderungsentwurf, der dann öffentlich ausgelegt wird und die Träger öffentlicher Belange Einwände erheben können.

mb

Quelle: chiemgau24.de

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