Wie mehr Sicherheit für Schüler am Bahnhof?

Muss der Weg zur Heinrich-Braun-Schule entschärft werden? 

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Um diese Stelle geht's: Vom Bahnhof über die Albert-Frank-Straße auf Höhe des Autohauses hinüber zur Schule. Derzeit gilt Tempo 50 und ein "Kinder"-Verkehrszeichen warnt.
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Trostberg - Ein Zwölfjähriger wurde Ende Januar in Tacherting auf dem Schulweg angefahren und verunglückte tödlich - ist der Weg vom Trostberger Bahnhof zur Heinrich-Braun-Schule ähnlich gefährlich?

"Der Unfall mit dem Buben in Tacherting, die tödlich verunglückte Frau mit dem Müllwagen in Trostberg - ich will nicht erleben, dass noch einer draufgeht", sprach Peter Kirchgeorg seine Sorge in der Stadtratssitzung am Mittwoch offen aus. Seine Grünen-Fraktion stellte den Antrag, die Schulwegsicherheit an der Albert-Frank-Straße, zwischen Bahnhof und Schule, auf Höhe des Autohauses zu verbessern.

Denkbar wäre vieles:

  • Ein Zebrastreifen
  • Die gestrichelte Markierung einer Fußgängerfurt mit einem Schülerlotsenschild
  • Eine Verkehrsinsel als Querungshilfe
  • Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h

Bürgermeister Schleid nimmt auch Eltern in die Pflicht

"Würde ein Zebrastreifen wirklich etwas bringen? Die Schüler kommen vom Zug in einem großen Pulk und gehen dann ungeordnet über die Straße", so Bürgermeister Karl Schleid. Ob ein Zaun helfen würde, um die Schüler zu "kanalisieren", wie es Peter Kirchgeorg vorschlug? "Realistischer und effektiver wäre wahrscheinlich eine 30er-Beschränkung", so Schleid.

Wo man wieder beim alten Problem wäre: Wird sich an die 30er-Beschränkung gehalten? "Man muss auch mal den Eltern klar machen: Auch Ihr habt Verantwortung und seid Mitverursacher der Verkehrsproblematik. Da können wir als Stadt noch so viele Taferl aufstellen oder die Schule einen Elternbrief schreiben - man kann die Verantwortung nicht immer auf Institutionen abschieben", sprach der Bürgermeister klare Worte. 

Verkehrsinsel kommt nicht in Frage

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit der Polizei die Situation erneut prüfen soll. Bereits 2014 wurde eigentlich ein Verkehrszeichen "Kinder" aufgestellt. Die effektivste der oben genannten Maßnahmen soll dann umgesetzt werden. Nur eine Verkehrsinsel scheint nicht in Frage zu kommen: Die Albert-Frank-Straße ist dafür zu schmal und müsste deswegen extra verbreitert werden.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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