Trostbergs Bürgermeister reagiert entrüstet 

Grünen-Stadtrat will Geld für acht Eimer zum Fröschetragen

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Trostberg - Nicht nur die großen Themen, auch viele kleine Dinge finden ihren Weg in die Stadtratssitzungen - Peter Kirchgeorg lieferte dafür nun anschauliches Beispiel.

Die milderen Temperaturen locken Frösche und Molche nun wieder aus ihren Winterquartieren. An einigen Stellen entlang von Straßen sind deshalb nun wieder Amphibienschutzzäune aufgebaut, um die Tiere auf dem Weg zu den Laichgewässern keinen Gefahren auszusetzen. Viele Helfer kontrollieren in der Früh und am Abend die Zäune und tragen Frosch, Kröte und Co. über die Straße.

Auch Trostbergs Grünen-Stadtrat Peter Kirchgeorg bringt sich hier ein und nutzte den obligatorischen letzten Punkt der Stadtratssitzung, "Anfragen und Sonstiges", für sein Anliegen: "Wir bräuchten acht Eimer zum Fröschetragen und es gibt doch bei der Stadt einen Naturfonds. Könnten wir das Geld dafür hernehmen?" Es wäre ja gerade mal ein zweistelliger Euro-Betrag, den man dafür brauche. 

"Nein, das zahlen wir nicht!", entfuhr es Bürgermeister Karl Schleid sofort: "Sowas gehört doch nicht in den Stadtrat. Wo fangen wir denn dann an? Dann könnten wir den Fröscheträgern auch gleich acht Euro Aufwandsentschädigung zahlen", so Schleid, der damit auf die Sicherheitswacht anspielte. "Strapazieren Sie hier nicht unsere Geduld, Herr Kirchgeorg", legte CSU-Fraktionssprecher Fenis nach. 

Marianne Penn von den Grünen appellierte dagegen an den Stadtrat, Kirchgeorgs Anliegen ernst zu nehmen, schließlich sei er Umweltreferent. "Das ist doch Pipifax, so wenig Geld. Zur Not zahl' ich es eben selber", schloss Peter Kirchgeorg. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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