Umbau am Kreiskrankenhaus beendet

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Der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Landrat Hermann Steinmaßl (links), gab den symbolischen Schlüssel für den fünften Bauabschnitt an die Standortverantwortliche Eva Müller-Braunschweig weiter, den er von Architekt Hans Romstätter (rechts) erhalten hatte.

Trostberg - Endlich ist es geschafft: Nach zwei Jahren ist der fünfte und letzte Bauabschnitt an der Kreisklinik  erfolgreich abgeschlossen.

Mit Beendigung des fünften Bauabschnitts gingen die jahrelangen, umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten in der Kreisklinik Trostberg zu Ende. Bei der Einweihungsfeier sprach der Aufsichtsratsvorsitzende der Kliniken Südostbayern AG, Landrat Hermann Steinmaßl, deshalb von einem „bedeutsamen Akt“.

Er nahm dies zum Anlass, herauszustellen, welch großartige Bedeutung die Kliniken Südostbayern AG für die 270.000 Einwohner der Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein hat. „Es gehört zu den herausragenden Aufgaben der Landkreispolitik, die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu sichern“, betonte er. Ziel sei eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Es müsse jedoch auch gelingen, diese wieder in eine wirtschaftliche Form zu bringen. Steinmaßl hob hervor, dass alle Standorte wichtig seien.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Diskussion über die Schließung des Kreiskrankenhauses Trostberg und den Ausbau der Kreiskrankenhauses Traunstein Anfang der 1990er Jahre. „Die Landkreispolitiker haben damals aber stets gesagt: Wir stehen zu Trostberg“, so der Landrat. Auch in Zukunft werde es immer wieder ein Thema sein, die Gesundheitsversorgung in kommunaler Hand zu sichern.

Die Kreisklinik Trostberg sei aktuell höchst modern ausgestattet und sichere die Gesundheitsversorgung in einer relativ peripheren Lage, fuhr er fort. Trotz all der medizinischen Technik seien die Menschen im Krankenhaus entscheidend. Dabei wies er auf den Besuch des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in Trostberg hin, den besonders die positive Stimmung im Krankenhaus beeindruckt habe. Die Kreisklinik Trostberg sei aus einem tiefen Loch herausgekommen, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Hans Haußer.

Als Gründe für den wirtschaftlichen Erfolg nannte er die Umstrukturierung und das Setzen von Schwerpunkten. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Patienten hätten sich menschlich verpflichtet gefühlt. Mit der positiven Entwicklung sei auch die bauliche parallel einher gegangen.

Die neuen Räume gäben auch den Arbeitsplätzen ein Gesicht. „Wir haben das Haus wieder konkurrenzfähig gemacht“, so Dr. Haußer. Dies ergebe für die Zukunft eine gute Ausgangsposition, um weiterhin konkurrieren zu können.

Architekt Hans Romstätter erklärte, dass rund zwei Jahre für den fünften und letzten Bauabschnitt gebraucht wurden. Dies sei angemessen, da der Umbau bei laufendem Betrieb erfolgt sei. Alle Beteiligten hätten viel Geduld aufgebracht.

Er dankte den ausführenden Firmen: „Sie verdienen alle ein großes Lob.“ Romstätter übergab den letzten der fünf symbolischen Schlüssel für jeden Bauabschnitt an Steinmaßl als Bauherr. Der Landrat gab ihn an die Standortverantwortliche Eva Müller-Braunschweig weiter. Mit dem letzten Bauabschnitt sei der Schlussstein der Erweiterung und Sanierung der Kreisklinik Trostberg gelegt worden, sagte der Vorstand der Kliniken Südostbayern AG, Stefan Nowack, der ebenfalls an die schwierige Lage des Trostberger Krankenhauses zwischen den Schwerpunktkrankenhäuser Traunstein und Altötting erinnerte.

Er ließ noch einmal die einzelnen Bauabschnitte Revue passieren: Neuer OP- und Intensivbereich, Erweiterung der Bettenhäuser, Sanierung der Bettenhäuser und des Funktionsbereichs. Der letzte Bauabschnitt (Funktionsbereich) umfasste die Endoskopie, den alten OP, die Abklärungsplätze, die Tagesklinik, die Ambulanz, die Arztspange, den Empfang und die Liegendanfahrt.

Die Gesamtkosten bezifferte Nowack mit 6,2 Millionen Euro. 3,2 Millionen Euro wurden vom Freistaat gegeben. „Die Kostenprognosen konnten weitgehend eingehalten werden“, so der Klinik-Vorstand. Der Landkreis als Gesellschafter habe sich ganz massiv für das Trostberger Krankenhaus eingesetzt.

„Für mich ist Trostberg das beste Beispiel dafür, dass ein gutes Ergebnis belohnt wird, wenn man es beharrlich und konsequent verfolgt“, meinte Nowack. Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid freute sich, dass die Kommunalpolitik seinerzeit entgegen dem Gutachten zum Krankenhaus Trostberg gestanden sei. Er wies auf die lange Bauzeit hin. In dieser Zeit sei viel geschehen, zum Beispiel die Schließung des Kreißsaals. Es sei gut, eine Hülle zu gestalten, in der dann immer wieder etwas erarbeitet werde.

Bjr

Quelle: chiemgau24.de

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