Geplanter Start war schon am 10. Februar

AlzChem-Börsengang geplatzt: Grund "politische Themen"

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Das AlzChem-Werk in Trostberg.
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Trostberg - Noch im Januar verkündete AlzChem stolz den Gang an die Frankfurter Börse, nun macht man einen Rückzieher: Die Begründung aus Trostberg ist recht vage...

Am 10. Februar sollte es losgehen an der Frankfurter Börse - nun ist der Börsengang geplatzt bzw. "verschoben", wie es von Seiten der Trostberger Chemiefirma heißt: "Das gegenwärtig weiterhin von politischen Themen dominierte Marktumfeld sorgt trotz hoher Indexstände für eine anhaltende Unsicherheit bei Neuinvestitionen."

Das Interesse von institutionellen Investoren in den USA und Europa an den AlzChem-Aktien sei zwar groß gewesen, doch eine "Platzierung in der angestrebten Preisspanne" sei letztlich nicht möglich gewesen. 20 bis 27 Euro hätte eine AlzChem-Aktie kosten sollen, das Unternehmen wollte einen Bruttoemissionserlös von bis zu 54 Millionen Euro durch den Börsengang erzielen. 

Ulli Seibel, Vorstandsvorsitzender von AlzChem betont, nun "alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen". Der Börsengang solle in der Zukunft erneut geprüft werden - wohl dann, wenn sich die politische Weltlage etwas beruhigt hat. 

Futtermittelzusätze, Nahrungsergänzungs- und Pflanzenwachstumsmittel

AlzChem unterhält vier Produktionsstätten in Deutschland, eine Carbid-Fabrik in Schweden, eine Vertriebstochter in den USA sowie eine chinesische Tochtergesellschaft für den Einkauf von Rohstoffen und den Vertrieb in Asien, um Kunden weltweit zu bedienen. 1480 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen weltweit

In bestimmten Nischenmärkten nimmt AlzChem, laut eigenen Angaben, eine führende Marktposition ein - darunter bei Futtermittelzusatzstoffen oder Nahrungsergänzungsmitteln, "die über große Wachstumspotenziale verfügen". Außerdem sei man "durch hohe Markteintrittsbarrieren geschützt". Auch Mittel zur Wachstumsregulierung bei Pflanzen werden von AlzChem produziert. Vor allem die wachsende Weltbevölkerung begünstigt dafür den Markt, weil Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden können, immer weniger werden.

xe/Pressemitteilung AlzChem

Quelle: chiemgau24.de

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