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Merkel und Seehofer finden Kompromiss - überraschende Details dringen aus Sitzungen

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Ist die Situation in Trostberg so arg?

"Strafzettel einfach vernichten": Unternehmerin will Park-Revolution

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Trostberg - Weniger Kontrollen, weniger Sanktionen und mehr Gratis-Parkplätze - Geschäftsinhaberin Beate Heppel findet mit ihrem Antrag im Stadtrat keine Freunde. Doch hat Trostberg wirklich ein Park-Problem? *Mit Voting*

Einen umfangreichen Maßnahmenkatalog legte Beate Heppel vom Bekleidungsgeschäft am Marienplatz kürzlich dem Bürgermeister vor: Ein Antrag über eine "sympathische Parkregelung", gegen die in ihren Augen übertriebene Parküberwachung, um wieder mehr Leben in die Altstadt zu bekommen.

Das fordert Heppel

Die Altstadt solle zur Kurzparkzone mit Parkscheibe werden, darüber hinaus eine Stunde gratis Parken. Für Berufstätige in der Altstadt solle es schnell erreichbare und kostenlose Parkplätze geben. Auch die Kontrollen sollten künftig anders ablaufen: Nur noch einmal wöchentlich und nur noch wenn über 50 Prozent der Parkplätze belegt sind. Außerdem fordert Heppel statt Diskussionen und Zurechtweisungen von den Politessen: "Einfach mal einen Strafzettel vernichten."

Schon jetzt kann in der Altstadt gratis eine Stunde geparkt werden.

Ihr Antrag sorgte am Mittwochabend bei den Stadträten ausschließlich für Kopfschütteln: "Wir haben in Trostberg kein grundsätzliches Parkproblem" (Michael Zenz); "Das Personal der Verkehrsüberwachung ist doch eh sehr freundlich" (Franz-Xaver Obermayer); "Wer bei uns einen Parkplatz sucht, findet ihn - ohne drei oder vier Mal zu kreisen" (Hans-Michael Weisky). Heppels Antrag wurde einstimmig abgelehnt.

Ab wann gestraft wird

Die von der Geschäftsinhaberin geforderte Stunde gratis Parken gibt es ohnehin schon: "In dieser Stunde kann man in der Altstadt doch fast alles erledigen", so Weisky. Auch bei der Stadtverwaltung ist man der Meinung, dass die Ladenbesitzer in Trostberg mit der Parkplatzsituation eher zufrieden wären.

Die Vorschläge der Firma Heppel wurden einstimmig abgelehnt.

Wird in Trostberg zu streng kontrolliert? Im eingeschränkten Halteverbot gibt es nach zehn bis 15 Minuten eine Verwarnung, im Bereich der Automaten nach 20 bis 25 Minuten, auf dem Gehsteig nach zehn und am Behindertenparkplatz nach drei Minuten, argumentiert die Verwaltung: "Der Ermessensspielraum, ab wann es zu einer Verwarnung kommt, wird deutlich zu Gunsten der Autofahrer ausgenutzt."

Verkehrsüberwacher seien eh "tolerant und nicht unbeliebt"

Die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung in Trostberg seien "tolerant und nicht unbeliebt", so Bürgermeister Schleid. Schon seit längerem würde zumindest an den Wochenenden und in der Weihnachtszeit nicht mehr kontrolliert. Mit einer flächendeckenden Parkscheibenzone in der Altstadt, wie von Beate Heppel gefordert, hat man bereits schlechte Erfahrungen gemacht: Dauerparker stellten regelmäßig ihre Parkscheibe nach und nahmen so nur Geschäftskunden die Plätze weg

Und kostenlose, schnell erreichbare Parkplätze für Berufstätige? Das ließe sich in der engen Altstadt nicht umsetzen - anders zum Beispiel als in Tittmoning, mit dem dortigen weitläufigen Stadtplatz: "Und die Belegung der Tiefgarage ist ja bislang auch noch nicht an die Kapazitätsgrenze gestoßen", so Bürgermeister Schleid - aber "für fundierte oder praktikable Vorschläge" sei man weiterhin offen.

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xe

Quelle: chiemgau24.de

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