Behörden haben vorbeigeschaut

"Kriminell"? Nein! Die selbst gegrabene Zufahrt ist legal

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Die selbst gegrabene Zufahrt in Trostberg verläuft auf Privatgrund und ist auch nach Überprüfung durch das Landratsamt rechtens.
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Trostberg - Stadträte befürchteten einen Hangrutsch und forderten Maßnahmen, inzwischen wurde die selbst gegrabene Zufahrt in Schedling überprüft - und hält rechtlich stand. 

"Ich finde das kriminell", entfuhr es Luise Bernauer in der Stadtratssitzung Ende Mai. Eine selbst gegrabene Zufahrt zwischen einer Häuserzeile und dem Hang in Schedling sah sie als gefährlich an, doch der Bauherr befindet sich auf seinem eigenen Grund - nur das Landratsamt als Bauaufsichtsbehörde kann hier handeln. 

Anfang Juni fand schließlich die Baukontrolle des Landratsamtes in Abstimmung mit dem Trostberger Stadtbauamt statt. Das Ergebnis: "Die Erstellung des Zufahrtsweges stellt eine verfahrensfreie Maßnahme dar. Von weitergehenden Anordnungen sehen wir gegenwärtig ab", so das Landratsamt. Die Stellungnahme liegt der Redaktion vor. 

Gefährdung Dritter unwahrscheinlich

Über die Jahre rutschte vom Hang das Erdreich herunter und schob sich höher und höher an die Wände der Häuserzeile - die Folge: Feuchtigkeit. Im Gespräch mit chiemgau24.de betont der Bauherr, dass es sich nur um eine vorübergehende Zufahrt handle und er auch einen Geologen beauftragt habe, um die Gesteinsschichten zu überprüfen. Auch der Hang ist in seinem Privatbesitz

Auch Bürgermeister Karl Schleid verkündete in der Stadtratssitzung am Mittwoch das Ergebnis des Landratsamtes. "Eine Gefährdung Dritter durch die Baumaßnahme ist demnach unwahrscheinlich", so Schleid: "Mehr lässt sich momentan leider nicht sagen." Stadträtin Bernauer fehlte in der Sitzung am Mittwoch entschuldigt. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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