Schweinemast: Linken zeigen sich enttäuscht

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Trostberg - Die Partei Die Linke stellte bezüglich einer geplanten Schweinemast in Trostberg einige Fragen an das Landratsamt. Die Antwort war nach Angaben des Kreisvorsitzenden "ernüchternd".

Wegen einer geplanten Schweinemastanlage im Bereich der Stadt Trostberg stellte der Kreisvorstand der LINKEN dem Landratsamt Traunstein einige Fragen. Diese Fragen bezogen sich auf den entstehenden Großviehbesatz, die Entsorgung der Gülle, die Gefährdung des Grundwassers und die Einhaltung der EU-Tierschutzbestimmungen. Die Antwort des Landratsamtes war laut dem Kreisvorstand der LINKEN ernüchternd. Als „nicht Verfahrensbeteiligter“ habe man aus Datenschützgründen kein Recht auf eine Auskunft. Man könne jedoch nach Artikel 4 des „Bayerischen Umweltinformationsgesetzes“ eine kostenpflichtige Information beantragen. Die Kosten hierfür würden 80 – 100 Euro betragen.

Manfred Dannhorn (stv. Kreisvorsitzender der LINKEN Traunstein) erklärt dazu: „Uns geht es nicht darum, eine einzelne Tiermastanlage zu bekämpfen. Vielleicht geht es dabei sogar um die Existenz eines Familienbetriebes. Diese wollen und dürfen wir nicht gefährden. Im Vergleich zu anderen Schweinemastanlagen, in denen 35 000 Tiere (oder mehr) gehalten werden, ist die geplante Mastanlage bei Trostberg mit 750 Schweinen eher ein bäuerlicher Kleinbetrieb. Trotzdem sollte man auch als 'nicht Verfahrensbeteiligter' eine Antwort auf dringende Fragen, die eigentlich im Namen von Betroffenen gestellt wurden, erwarten dürfen. Wir haben die Fragen an das Landratsamt Traunstein schießlich nicht gestellt, weil es uns langweilig war.“

DIE LINKE sei gesprächsbereit. Ein Gesprächsangebot der Initiatorin einer Petition gegen die Schweinemastanlage sei nicht angenommen worden. Dannhorn: „Im Wahlkampf letztes Jahr war u. a. Massentierhaltung eines meiner Hauptthemen. Ein Umdenken ist zwingend erforderlich. Landwirte müssen für ihre Produkte (egal ob Getreide, Fleisch oder Milch) endlich faire Preise erhalten. Sonst droht uns ein Nahrungsmitteldumping. Wir essen dann nicht mehr. Wir füllen dann nur noch unsere Mägen.“

Pressemitteilung Kreisverband der LINKEN Traunstein

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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