UVA beantragt Umfahrung für Trostberg

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Gisa Pauli (UVA-Vorsitzende).
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Trostberg - Der Umweltschutzverband Alztal und Umgebung (UVA) hat jüngst eine Umfahrung für die Stadt beantragt, um für Feinstaubentlastung am Vormarkt zu sorgen. Das sagt der Stadtrat:

Bei einer Bürgerversammlung Anfang Februar hatte der UVA den Antrag eingebracht. Darin fordert der Verein eine eng- oder weiträumige Umfahrung, um die Feinstaubwerte am Vormarkt in Trostberg zu verringern. Verursacht durch den Verkehr der Bundesstraße seien die Werte, nach Ansicht des UVA, nicht tragbar. Der Antrag bezieht sich dabei auf einen sechs-Punkte-Katalog, den der Stadtrat 2008 beschlossen hatte und der zur Minderung der Luftschadstoff-Belastungen am Vormarkt beitragen soll.

Wie Bürgermeister Karl Schleid bei der Sitzung am Mittwoch erklärte, konnten die Punkte fünf (Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h) und sechs (Pförtnerampel) aus dem Katalog bereits umgesetzt werden. Die Punkte eins und zwei (Vordringlicher Bedarf und Weiterplanung der Westumfahrung) seien aber unter anderem abhängig vom Ausgang des Klageverfahrens zum Aubergtunnel, dass der UVA angestrengt hat. "Insofern hätte der Verband die Möglichkeit, zur Umsetzung dieser Punkte beizutragen", so der Bürgermeister. 

Die Pläne für eine Westtrasse

Für die Punkte drei und vier (groß- und kleinräumige Umfahrung für den Lkw-Durchgangsverkehr) liege die Zuständigkeit wiederum in der Hand der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt Traunstein, sowie den jeweilig betroffenen Straßenbaulastträgern. Schleid: "Die Forderungen wurden mehrfach durch die zuständigen Behörden abgelehnt. Insofern kann der neuerliche Antrag des UVA nur unter Verweis auf die bestehende Beschluss- und Rechtslage zur Kenntnis genommen werden."

Dennoch bemühe sich die Stadt im Einzelfall, lokale Verbesserungen durch Verkehrslenkungs-Maßnahmen (zum Beispiel zusätzliche Beschilderungen im Bereich der TS 26 aus Richtung Palling) insbesondere für den Schwerverkehr durchzusetzen. "Wobei dahingestellt bleiben muss, ob dadurch eine spürbare Verkehrsentlastung der Bundesstraße am Vormarkt erreichbar ist", erklärte Schleid.

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Bei der anschließenden Diskussion merkte Hans Stalleicher (Die Grünen) an, dass man bereits jetzt schon versuchen solle, Einfluss zu nehmen auf die Untere Verkehrsbehörde am Landratsamt. "Auch wenn der Aubergtunnel kommen sollte, ist es wichtig, dass wir jetzt schon etwas zur Verkehrs-Entlastung unternehmen." Schleid entgegnete, dass eine groß- und kleinräumige Umfahrung schon mehrfach vom Stadtrat beantragt und jedes Mal abgelehnt wurde. Franz Xaver Obermayer (FW) nutzte die Gelegenheit, um an den UVA zu appellieren, die Klage fallen zu lassen: "Auf der einen Seite, weist der UVA auf die Feinstaubbelastung hin und auf der anderen Seite blockiert er alle Möglichkeiten, dass hier in Trostberg eine längst überfällige Umgehung zustande kommt. Der UVA leistet hier für die Gesundheit der Bürger in Trostberg keinen guten Dienst. Ich nehme den UVA erst ernst, wenn keiner von denen mehr mit dem Auto fährt und sie nur noch öffentliche Verkehrsmittel verwenden."

Einstimmig beschloss das Gremium danach, den Antrag des UVA und die bestehende Beschluss- und Rechtslage zur Kenntnis zu nehmen. Somit wird der Stadtrat nicht erneut eine groß- und kleinräumige Umfahrung bei der Unteren Verkehrsbehörde am Landratsamt beantragen.

Quelle: chiemgau24.de

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