Grünes Licht für neue Wohnungen in Trostberg 

"Absolut sinnvoll und notwendig": Drei-Millionen-Euro-Projekt in der Pechlerau 

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Das bestehende Haus in der Pechlerau wied für den sozialen Wohnungsbau mit zwölf Wohnungen abgerissen.

Trostberg - Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum steigt und Trostberg reagiert: Mit einem sozialen Wohnbauprojekt in der Pechlerau für rund drei Millionen Euro. 

In ihrer letzten Sitzung im Jahr 2019 gaben die Räte einstimmig grünes Licht für den Neubau einer Wohnanlage in der Pechleraustraße 1a. Insgesamt zwölf Wohnungen mit je Größen zwischen 50 und 60 Quadratmeter sollen auf dem Grundstück, auf dem aktuell noch das alte Wirtshaus steht, entstehen. Mit dem Abbruch des bestehenden Hauses soll 2020 begonnen werden.


90 Prozent Förderung 

Die Größe der Wohnungen, so erklärte es Bürgermeister Karl Schleid in der Sitzung am Mittwoch, 11. Dezember, sei vorgegeben, andernfalls bekäme die Stadt keine Förderung. "Da müssen wir uns an die Richtlinien halten. Das Projekt wird fast vollständig mit Fördersummen finanziert, die Stadt trägt lediglich 300.000 Euro an Eigenmittel, die im Haushalt für das kommende Jahr bereits hinterlegt sind." 

Insgesamt betragen die Baukosten laut Kalkulation 2,9 Millionen Euro, davon werden 90 Prozent gefördert: 30 Prozent übernimmt das kommunale Wohnraumförderungsprogramm und 60 Prozent ein zinsverbilligtes Darlehen der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt. 


Sozial verträgliche Mieten im Visier

Ziel des "absolut sinnvollen und notwendigen Projekts" sei es Schleid zufolge, Mietwohnungen für Personen zu schaffen, die sich am freien Wohnungsmarkt nicht ausreichend und angemessen versorgen können. Insbesondere einkommensschwache Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen oder ältere Personen sollen hier ein Chance auf bezahlbaren Wohnraum bekommen. 

Überwiegend seien Ein- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen geplant, auch ein paar Wohnungen mit drei Zimmern soll es geben - für Familien. Jede Wohnung wird für sich abgeschlossen sein. Pro Wohneinheit gibt es einen Stellplatz

Zur Höhe der Mietpreise könne man sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht äußern, wie auch Kämmerer Armin Gois erklärte: "Erst bauen wir und dann kann die Preiskalkulation angegangen werden." Man wolle es jedoch unbedingt so realisieren, dass das Ganze sozial verträglich werde. 

mb

Quelle: chiemgau24.de

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