Diskussionen um Abtenhamer Unfallkreuzung

Sind Sichtschutz und Stopp-Schild noch immer nicht genug?

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Foto vom Unfall am Montag mit zwei Leichtverletzten. So stellt sich die Situation an der Kreuzung dar, wenn man von Abtenham oder Pietling kommt. 
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Tittmoning - Zwei Unfälle innerhalb von zwei Wochen an der Kreuzung von TS16 und der Verbindungsstraße von Pietling nach Kirchheim - ist die Stelle noch immer nicht gut genug gesichert? *Mit Voting*

"Es wird dringend!", meinte Ute Sesselmann in der Stadtratssitzung am Dienstag: Sie forderte weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Abtenhamer Kreuzung zwischen der TS16 und der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pietling und Kirchheim. Sesselmann brachte eine Geschwindigkeitsbeschränkung, eine Abbiegespur oder ein warnendes Blinklicht ins Spiel.

Landratsamt will Sichtschutz nochmal überprüfen

Von Pietling und Abtenham kommend gibt es eigentlich bereits seit 2016 ein Stopp-Schild und einen Sichtschutz, um herankommende Fahrer auch wirklich zum Abbremsen und zur Vorsicht zu zwingen. Am 31. März übersah an jener Stelle ein Kleinbus beim Überqueren der TS16 aber das Auto einer Frau aus dem Salzburger Umland, die schwer verletzt wurde. Ein weiterer Unfall mit zwei Leichtverletzten folgte am Montag - genau genommen aber ein gewöhnlicher Auffahrunfall, bei dem niemand die TS16 überqueren wollte. 

Sind die Balken nah genug beieinander, um wirklich nicht hindurchsehen zu können?

Tatsächlich war Bürgermeister Konrad Schupfner erst am Dienstag für ein Gespräch im Landratsamt: "Der Sichtschutz soll nochmal überprüft werden, mehr kann man aber derzeit noch nicht sagen", berichtete er. Kritisiert wird, dass der Sichtschutz zu durchlässig sei und die Balken enger aufeinanderrücken müssten. Erst im vorigen November sanierte der Landkreis die TS16 - muss jetzt also wieder nachgebessert werden?

Diskussionen über Sichtschutz schon vor zwei Jahren

Bereits kurz nach dem Bau des Sichtschutzes an der Kreuzung wurde das Thema in der Verkehrsschau 2016 angesprochen, eine Nachbesserung forderte die Stadt schon damals. Das Argument der Verkehrsbehörden: Der Sichtschutz sei ordnungsgemäß angebracht.. Auch auf den Abstand der Balken wurde eingegangen: Sie seien so angeordnet, dass man bei angepasster Geschwindigkeit durchschauen könne - nicht aber, wenn man zu schnell dran sei

"Seit Aufstellung der Planken wurden keine Unfälle mehr registriert. Die Maßnahme zeigt also Erfolg", war das Fazit im Frühjahr 2016. Ob man es bei diesem Urteil belässt?

xe

Quelle: chiemgau24.de

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