Pläne werden konkreter

Was kommt, wenn Brückner geht?

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Tittmoning - Auf dem Areal der künftigen Produktion von Brückner an der B20 sind schon jede Menge Bauarbeiter, daher rückt die Frage immer näher: Was passiert mit dem alten Firmengelände?

Die alte Brückner-Produktionsanlage liegt direkt vor dem Stadttor - eine gefragte Lage. In der Tittmoninger Stadtratssitzung am Dienstag wurde nun der erste Schritt für die künftige Bebauung des Riesen-Areals gemacht. Einstimmig stellten die Räte den Bebauungsplan mit dem historischen Namen "Am Bahnhof" auf. Noch ging es nicht um Details, aber es wurde festgehalten: "Die Bauleitplanung dient vor allem der Ausweisung zusätzlicher Wohnbauflächen in Tittmoning."

In erster Linie neuer Wohnraum

Damit dürfte die grobe Marschrichtung festgelegt sein: Auf dem Brückner-Gelände entsteht in Zukunft vor allem neuer Wohnraum. Etwa ein Jahr gab sich der Stadtrat Zeit um nun konkrete Ideen auszuarbeiten. Anfang 2018 soll die neue Fläche dann offiziell umgewidmet werden. Die Aufgabe, vor der Tittmoning steht, ist so groß, dass man momentan nach einem Büro sucht, das die Stadt bei dem Projekt verfahrenstechnisch begleiten kann. 

Fest steht aber auch: Die Flächen gehören der Stadt noch nicht, auch wenn man ein Vorkaufsrecht besitzt. "Die Gespräche für die Grundstücksverhandlungen sind aber schon terminiert", so Bürgermeister Konrad Schupfner. Genauer ins Detail wollte er noch nicht gehen. Strittig war außerdem, ob später auch das Gelände des Bauhofs mit in den Bebauungsplan genommen werden soll. Möglicherweise wird es später einen Architektenwettbewerb geben, was man genau aus dem Brückner-Areal machen könnte.

Die Stadt bräuchte vor allem kleine Wohnungen

Dirk Reichenau (SPD) und Waltraud Jetz-Deser (CSU) sprachen sich allgemein für sozialen Wohnungsbau aus: "Wir haben eine schöne Stadt und viele Eigenheime, aber auch Familien mit wenig Geld sollen sich eine Wohnung leisten können", so Jetz-Deser. Der Bürgermeister aber blieb skeptisch: "Meine Meinung ist, dass wir uns dem kommunalen Wohnungsbau eher nicht zuwenden werden."

Doch Tittmoning braucht zu allererst kleinere Wohnungen - das wurde auch in der Sozialraumanalyse, deren Ergebnisse im September vorgestellt wurden, als größtes Manko der Stadt benannt. Gerade mal 5,6 Prozent des Wohnraums im Stadtgebiet verteilt sich auf Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen. "Hier verliert Tittmoning an Bevölkerung, weil Singles oder Geschiedene dann die Stadt verlassen", so Herbert Tekles, der Ersteller der Analyse, im September. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

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