Der Tittmoninger Rathauschef

Bürgermeister Schupfner schließt mit 2018 - und gibt Ausblick auf 2019

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Bürgermeister Konrad Schupfner. 

Tittmoning - Die letzte Stadtratssitzung des Jahres nutzte Bürgermeister Konrad Schupfner auch für einen Rückblick, einen Ausblick ins kommende Jahr und um sich zu bedanken. Wir geben seine Rede gekürzt wieder. 

40 Jahre Gebietsreform

Für mich war die Matinee zum Abschluss der Gebietsreform vor 40 Jahren ein besonderes Ereignis. Die Stadtbürger müssen schon 50 bis 60 Jahre alt sein, dass sie noch wissen, wie es vor der Gemeindezusammenlegung war. Drum war der Rückblick mit Zeitzeugen und der Fotoausstellung ganz informativ. Drei Punkte möchte ich aber nochmals ansprechen. 

- Die ehemaligen Gemeinden waren teilweise sehr klein und hatten relativ wenige Einwohner. Die Entwicklung einer Gemeinde braucht auch Flächen für Wohnen und Gewerbe, da hätte Tittmoning mit nur 3,61 Quadratkilometer für sich kaum Platz zur Entwicklung gehabt. 

- Nur mit ausreichenden Bauflächen können die Betriebe vergrößert und erweitert werden. So war es möglich, viele zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Dies hat Tittmoning wirtschaftliche und finanzielle Stärke ermöglicht und immer mehr Menschen finden in Tittmoning Arbeit. So hat sich Tittmoning zu einer Einpendlergemeinde entwickelt. 

- Besonders wichtig ist aber, wie die Menschen die hier leben Gemeinsamkeit pflegen. Gerade derzeit spüren wir wie international und auch in der Bundesrepublik der Zusammenhalt verloren geht. Deshalb ist es erfreulich, dass neben der berechtigten Interessen für die örtliche Gemeinschaft auch Zusammenhalt in der Gemeinde gepflegt wird. Ich freue mich darüber, dass wir da in Tittmoning in 40 Jahren gut vorangekommen sind. Dieser Zusammenhalt ist mir auch weiterhin ein Anliegen. 

Entwicklung in den Ortsteilen

In Asten konnten wir mit dem Neubau des Feuerwehrhauses beginnen. Zudem ist die Erschließung in Asten fertiggestellt worden. Somit können wir nun die Bauflächen an die Interessenten verkaufen. Für die gesamte Gemeinde dient der Ersatzbau des Gastronomiegebäudes am Strandbad am Leitgeringer See

Besonders erfreulich ist es, dass wir nun vom Amt für ländliche Entwicklung eine Förderung für den Umbau der ehemaligen Schule in Törring erhalten, mit der wir nun nach vielen Jahren der Projektentwicklung in der Dorfwerkstatt das Vorhaben im kommenden Jahr beginnen können. Ein gutes Beispiel für ein positives Zusammenwirken in der Dorfgemeinschaft ist auch die Silbermedaille im Dorfwettbewerb für Asten.

Wohnprojekte in Tittmoning

Seit einiger Zeit zeigt sich, wie stark die Nachfrage nach Baugrundstücken ist. Die Grundstücke im Hüttenthaler Feld, im Pillerfeld 1 und 2 und in Asten sind fast vollständig vergeben. Deshalb haben wir die Planungen für die beiden noch verfügbaren Wohnhofgrundstücke zusammen mit Architekt Landbrecht modifiziert, damit wir wieder Bauflächen anbieten können. Durch die dichte Bebauung kann der Wohnhof nur insgesamt vernünftig umgesetzt werden. Daran arbeiten wir nun wie das am besten gehen kann, dass es für Einheimische attraktive Angebote werden. Ein weiteres wichtiges Wohnungsangebot sind die sanierten Altstadtwohnungen, die inzwischen wieder sehr gefragt sind. 

Nicht ganz so schnell wie wir es uns gewünscht haben sind wir bei der Entwicklung des ehemaligen Brückner-Geländes vorangekommen. Die schwierigen Themen der Verkehrsfragen und der Vorhaltung von Parkplätzen, eventuell auch in einer Tiefgarage, lassen es zweckmäßig sein eine Bürgerbefragung durchzuführen, damit wir für unsere Entscheidung eine möglichst gute Grundlage zur Verfügung haben. 

Kraiburg baut in Mayerhofen aus

Tittmoning als Wohnort ist natürlich auch deshalb interessant, weil unsere Betriebe weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen. So bereitet Kraiburg einen zusätzlichen Produktionsstandort in Mayerhofen vor. Gleichzeitig wissen wir, dass wir nun wieder Gewerbeflächen ausweisen müssen um weitere Entwicklungen möglich machen zu können. Da sind wir dran! Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so erfolgreiche Industrie- und Handwerksbetriebe haben, sonst wandern uns die jungen Familien und die Arbeitskräfte ab. 

Parkbeschränkungen am Stadtplatzes

Wegen der Attraktivität des Stadtplatzes haben wir die Parkbeschränkung umgesetzt und es zeigt sich sehr deutlich, wie notwendig diese Ordnungsmaßnahme war. In diese Reihe passt auch die Freistellung von Teilflächen des Stadtplatzes von parkenden Autos. Die Reaktion war sehr gemischt. Im Ergebnis war die Entscheidung richtig, ansonsten würde der Parkraum nicht mehr ausreichen. 

Schulen und Flüchtlinge

Die Schulen, die Grundschule Tittmoning und die Mittelschule Salzachtal laufen reibungslos. Es wird aber interessant, was seitens des Freistaates als Vorgaben für die künftigen Ganztagsangebote erarbeitet wird. In der Grundschule hat sich die Einführung der Flexi-Klasse als interessantes Angebot erwiesen, um das Profil zu schärfen und mehr Fördermöglichkeiten für die Kinder zu bieten. 

Groß war die Sorge der Bevölkerung als die Zahl der Flüchtlinge im Jahr 2015 rasant anstieg und es schier unmöglich schien, so viele fremde Menschen aufzunehmen. Doch die Sorgen sind zwischenzeitlich wesentlich geringer, weil die Unterkünfte nach und nach aufgelöst werden. Zum guten Miteinander Johannes Lanser und der Helferkreis bei. Ich bin sehr froh darüber, dass sich so viele im Helferkreis einbringen und damit zur Integration der Flüchtlinge beitragen. Das ist ein weiteres Beispiel für ehrenamtlichen Engagement in unserer Stadt. 

Dankesworte des Bürgermeisters

Zum Schluss habe ich noch verschiedene Dankworte auszusprechen. Viele Helfer, Ehrenamtliche und Freiwillige leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Ob bei den Freiwilligen Feuerwehren, in den Verbänden oder den Vereinen, oder im Museum Rupertiwinkel, all diese Aktivitäten sind nur mit der Einsatzbereitschaft unserer Bürgerinnen und Bürger möglich. Ganz besonders zeigt sich die Einsatzfreude unserer Bevölkerung bei großen Vereinsfesten wie dem 210-jährigen Jubiläum der Stadtkapelle Tittmoning. Dabei hat sich unser Stadtplatz einmal mehr als großartiger Veranstaltungsraum für den Festgottesdienst und das Gemeinschaftsspiel erwiesen. 

Dankbar bin ich auch für die Arbeit der Museums- und Stadtführer. Das alles wäre ohne Ehrenamtliche nicht möglich. Danken möchte ich auch unseren Pfarreien und dem Stiftsdekan Gerhard Gumpinger und Pfarrer Konrad Roider für das gute Miteinander. Das gilt auch für die evangelische Kirchengemeinde und die Freikirche. In der Arbeit im Stadtrat wurde in den vergangenen Jahren ein sehr sachlicher Diskussionsstil gepflegt. 

Dafür bedanke ich mich herzlich. Einen besonderen Dank verdienen meine Vertreter Andreas Bratzdrum und Dirk Reichenau. Sie unterstützen mich bei meiner Arbeit und nehmen mir viele Termine ab. Oft ist dies erst kurzfristig terminierbar, das geht reibungslos. Zum Schluss danke ich auch allen Mitarbeitern im Rathaus, in den Kinderbetreuungsgruppen, in der Schule und im Bauhof. Froh bin ich, dass sie dem Druck, der oftmals recht groß ist, mit großer Einsatzbereitschaft standhalten. 

Quelle: chiemgau24.de

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