Parkplatz eigenhändig abgesperrt

Lkw-Parkplatz ein Saustall: Nachbarn machen kurzen Prozess

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Tittmoning - Klar, Lastwagenfahrer müssen ihre Ruhezeiten einhalten und brauchen dafür Parkplätze - aber Anwohnern in Mayerhofen ist es nun zu bunt geworden.

Kurzerhand zum Absperrband gegriffen haben die Nachbarn des Lkw-Parkplatzes in Mayerhofen bei Tittmoning. In dem kleinen Ort gibt es mehrere Gewerbebetriebe. Der große Parkplatz reicht direkt bis ans Grundstück heran - wie es aussieht, zu nah. Das Drittel des Parkplatzes, das an Haus und Garten grenzt, wurde auf eigene Faust abgesperrt. 

Der Lkw-Parkplatz in Mayerhofen bei Tittmoning. Etwa ein Drittel davon wurden von Nachbarn eigenhändig abgesperrt.

Wie in der jüngsten Stadtratssitzung anklang, geht es sowohl um Lärm, Dreck und andere menschliche Hinterlassenschaften: "Die Fahrer hören nicht auf ihn, auch die Polizei käme angeblich nicht, wenn er anruft. Die Nachbarn hatten sogar schon ein Schild in mehreren Sprachen aufgestellt." Den eigenhändig angebrachte Absperrung wird von der Stadt toleriert - und man hat gehandelt.

Dixi-Klos sollen Abhilfe schaffen

Für das andere Ende des Parkplatzes wurden am Mittwochnachmittag Dixi-Klos angeliefert.

Am Mittwoch ließ die Stadt auf dem anderen Ende des Parkplatzes Dixi-Klos aufstellen. Auch Mülltonnen waren von der Stadt angedacht. Drei Monate lang will die Stadt nun abwarten, ob sich die Situation dadurch verbessert: "Langfristig müssen wir dann schauen, ob das noch so weitergehen kann", meinte auch Bürgermeister Konrad Schupfner in der Stadtratssitzung. 

"Dreck, Plastikflaschen, Scheiße" - mit diesen Schlagworten umschrieb auch Dritter Bürgermeister Dirk Reichenau die Situation am Parkplatz neben den Sportanlagen in Tittmoning - "und das liegt nicht an den Bauarbeitern, sondern eher an den Fernfahrern. Auch dort kann es nicht so weitergehen, wie es jetzt ist".

xe

Quelle: chiemgau24.de

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