Tittmoninger SPD rüstet sich für Kommunalwahl

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Aus Tittmoning in den Kreistag: Für die SPD-Liste nominiert wurden (v.l.n.r.) Stadt- und Kreisrat Dirk Reichenau, Betriebsrätin Luise Wittmann und der langjährige Stadtrat Wolfgang Erler

Tittmoning - Die SPD rüstet sich für die Stadtratswahlen im Frühjahr 2014. Weiterhin will man Projekte voranbringen, die den Bürgern am Herzen liegen:

Mit der Vorbereitung der anstehenden Kommunalwahl 2014 beschäftigte sich der Tittmoninger SPD-Ortsverein bei seiner jüngsten Zusammenkunft im Café im Alten Bäckerhaus. Auf der Tagesordnung standen die Benennung von Kandidatinnen und Kandidaten für die Aufstellung der SPD-Kreistagsliste und die Diskussion darüber, wie man sich die weitere Entwicklung Tittmonings vorstelle.

Vorsitzender Dirk Reichenau, der auch Stadt- und Kreisrat ist, legte zunächst dar, welche Aufgaben die SPD-Fraktion im Kreistag in der jetzt auslaufenden Legislaturperiode bewältigt habe und vor welchen Herausforderungen man in den nächsten Jahren stehe.

Die SPD verfüge derzeit über 12 von 70 Sitzen im Kreistag, in dem keine der Parteien die absolute Mehrheit innehabe. Inhaltliche Auseinandersetzung und intensive Sacharbeit seien geboten, um in wichtigen Fragen die Mehrheit der Mandatsträger zu überzeugen. Von der Abfallwirtschaft über die Umsetzung der Energiewende und Aufgaben der Jugend- und Sozialhilfe bis hin zu Weichenstellungen im öffentlichen Personennahverkehr, sozialem Wohnungsbau sowie der Unterstützung häuslicher Pflege:

Die SPD-Fraktion im Kreistag habe unter Leitung ihrer Vorsitzenden Waltraud Wiesholer-Niederlöhner eine lange Liste von Themen bearbeitet. Monatliche Fraktionssitzungen und jährliche Klausurtagungen sowie SPD-Arbeitskreise auf Kreisebene organisierten die vielfältigen Aufgaben. Um die Arbeit der Kreistagsfraktion erfolgreich weiterführen zu können, benötige man auch zur Wahl 2014 wieder eine Liste mit „70 wirklich guten Kandidatinnen und Kandidaten“. Die Versammlung beschloss, zur Aufstellungskonferenz im November die Tittmoninger Luise Wittmann, Wolfgang Erler und Dirk Reichenau als Kandidaten zu entsenden.

Viele SPD-Forderungen verwirklicht

Vor Ort, in Tittmoning, habe sich seit der letzten Kommunalwahl 2008 vieles zum Besseren entwickelt. „Damals lag einiges im Argen“, so Reichenau, viele städtische Aufgaben seien jahrelang sträflich vernachlässigt worden. Das habe sich erfreulicherweise geändert.

Auch auf Druck der SPD werde jetzt mehr gestaltet als nur verwaltet, die Stadtratsarbeit sei durch funktionierende Ausschüsse auf eine breitere Basis gestellt und auch die Bürgerinformation habe sich stark gebessert. Langjährige SPD-Forderungen wie das „Haus für Kinder“ oder die Neugestaltung des Stadtplatzes seien inzwischen umgesetzt oder wenigstens in Angriff genommen worden.

Der Vorsitzende verwies auf eine lange Liste von insgesamt 13 zum Großteil erfolgreichen Anträgen seiner Fraktion in den letzten Jahren von Schulwegverbesserung und Buswartehäuschen über die Beschilderung historisch wertvoller Gebäude und Erneuerung der Kinderspielplätze bis zur Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Tittmoning mit einem Boot und dem Bekenntnis zur kommunalen Wasserversorgung. Besonders stolz sei er darauf, dass man auf Antrag der SPD die Altstadtsatzung stark verbessert habe.

Dennoch bleibe noch viel zu tun. Eine große Aufgabe sei die Umgestaltung des Stadtplatzes. „Hier liegt unsere Chance im kleinteiligen Gewerbe und in der Wohnraumnutzung“, so Reichenau. Vor den Toren der Stadt brauche man endlich eine echte Diskussion über Gewerbegebiete und ein längerfristiges Gesamtkonzept, was die Nutzungsentwicklung angehe. „Aber ich befürchte, es wird weitergehen mit der Handtuchwirtschaft.“

Radwege, Ponlach, Burg, Umgehungsstraße…

Insgesamt könne man mit Stolz zurückblicken auf die sechs Jahre Arbeit der SPD-Fraktion im Stadtrat, die sich am seinerzeit ausgearbeiteten Wahlprogramm orientiert habe. Neben der Aufstellung der Bewerberliste für die Stadtratswahl im März 2014 gehe es auch jetzt vor allem darum, Inhalte zu diskutieren, um die Zukunft der Stadtgemeinde zu gestalten.

In der Diskussion waren sich die Mitglieder einig darin, dass einige Forderungen älteren Datums nach wie vor mit Nachdruck erhoben werden müssten. So erinnerte Stadtrat Wolfgang Erler daran, dass man sich schon länger für den Radwegeausbau zur sicheren Verbindung der einzelnen Gemeindeteile einsetze. Sein Kollege Josef Wittmann bekräftigte die Forderungen nach einer besseren Nutzung des Ponlachparks, einer Aufwertung der Wohngebiete, vor allem des Unteren Burgfelds, und einer Verlagerung des Durchgangsverkehrs aus dem historischen Stadtkern auf eine Umgehungsstraße.

Auch das Nutzungskonzept für die Burg, wo nach Ansicht der Versammlung der Erhalt der Substanz nicht länger vernachlässigt werden dürfe, und die Förderung von Tourismus und Kultur kamen zur Sprache. Der Vorsitzende versprach, all diese Punkte würden nach Aufstellung der SPD-Liste zur Stadtratswahl mit allen Kandidatinnen und Kandidaten noch eingehend diskutiert und in ein neues Wahlprogramm gegossen.

Pressemitteilung SPD Tittmoning

Quelle: chiemgau24.de

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