Pressemitteilung SPD-Ortsverein Tacherting

SPD organisierte Arbeitnehmergottesdienst

Tacherting - Am 1. Mai, dem internationalem Tag der Arbeit fand in der Pfarrkirche in Tacherting ein Arbeitnehmergottesdienst statt. Geplant und organisiert wurde diese besondere Art von Gottesdienst von SPD-Ortsverein Tacherting.

Wie Helmut Haigermoser, der Ortsvereinsvorsitzende mitteilte, wurden erste Planungen noch mit dem damaligem Pfarrer Schliecker besprochen, die aktuelle Durchführung wurde aber mit den Trostberger Kaplan Michael Maurer geregelt. Der Gottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor begleitet, mit zahlreichen Ministranten und als inhaltlich roter Faden für die Messfeier wurde vom Kaplan Maurer der Heilige Josef in seiner Funktion als Zimmermann, also auch als Arbeiter, angeführt, neben der Feier des ersten Marienfestes im Monat Mai. 

Helmut Haigermoser erwähnte in seiner Begrüßung, dass es früher lange Tradition war, dass Gewerkschaftler, Kirchenvertreter und Sozialdemokraten gemeinsam diesen Gedenktag feierten. Wir haben ja einen gemeinsamen Bezug zur Arbeitswelt und zu den Arbeitnehmern, in dieser Beziehung die gleichen Werte und die gleichen Ziele. Wir gemeinsam wollen doch erreichen, dass wir im Frieden leben können, das Gerechtigkeit und Solidarität ausgeübt wird, und dass Brüderlichkeit auch gelebt wird, hier in der Kirche nannte er dies Nächstenliebe. Sich daran zu erinnern sei wichtig, es aber zu leben und es auch einzufordern, sei noch wichtiger, gerade heute in dieser oft Ich-bezogenen und schnelllebigen Welt. 

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende erinnerte, dass eigentlich geplant war, dass nach dem Gottesdienst noch eine Maikundgebung stattfinden sollte, in der auf diese Themen konkret eingegangen worden wäre, aber nachdem die Postwirtin Christa Dobler verstorben ist, dürfe im Saal nichts mehr veranstaltet werden. Er fand es schade, den es wäre nicht nur ein Anmahnen von wichtigen und auch vielfach verloren gegangenen Werten gewesen, sondern auch eine geschichtsträchtige Veranstaltung. Hätten doch unsere Vorfahren vor genau 100 Jahren, hier in Tacherting, damals nach dem 1. Weltkrieg fast das selbe eingefordert, nämlich in erster Linie den Frieden. Aber auch sie forderten Solidarität, so einfach wie wir heute, dass diejenigen die sehr viel haben etwas abgeben an diejenigen die wenig haben. Das nennen wir heute soziale Gerechtigkeit. Haigermoser: "So wollen wir heute, besonders diese Themen, ins Gebet mit einbeziehen und in dieser Gemeinschaft auch unsere eigene notwendige Rolle in dieser modernen Gesellschaft überdenken". 

Die Lesung zur Schöpfungsgeschichte wurde von der Gemeinderätin Petra Blum gelesen. Die vom Ortsverein selber formulierten Fürbitten trug Michael Weisky, der Trostberger SPD-Ortsvereinsvorsitzende vor. In seiner Predigt ging auch Kaplan Maurer deutlich auf die Problematik der Arbeitswelt ein. Er stellte fest, das die Politik gefordert sei, etwas gegen das Niedriglohnniveau zu unternehmen, als Beispiel nannte er die Situation bei den Paketdiensten und auch die Frage des sozialen Wohnungsbaus dürfe nicht vergessen werden. Grundsätzlich müsse man schon sagen, so Maurer, auch für die Kirche sehe er die Aufgabe, sich deutlich mehr für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Er dankte darum auch dem Vorstand des SPD-Ortsverein ausdrücklich, dass dieses Thema überhaupt aufgegriffen wurde, für die Planung des Gottesdienstes und für die textliche Begleitung.

Pressemitteilung SPD-Ortsverein Tacherting

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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