Kosten sollen gesenkt werden

Millionenschwerer Hallenbad-Neubau wird durchgezogen

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Eine Sanierung des alten Schwimmbades in der Mittelschule wurde vom Gemeinderat nicht mehr in Betracht gezogen.
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Tacherting - Je weiter die Planung fortschritt, umso höher wurden die Kosten - bis man zuletzt bei fünf Millionen Euro ankam. Jetzt traf der Gemeinderat wichtige Entscheidungen dazu.

Zwei zentrale Entschlüsse zum Neubau eines Hallenbads in Tacherting fasste der Gemeinderat am Donnerstag: Zum einen wurden Einsparungen am Gebäude beschlossen, so dass die geplanten Kosten sinken. Zum anderen bekräftigte der Gemeinderat mit 18:3-Mehrheit, dass das Bad gebaut werden soll. 

Dank Einsparungen "nur" noch 4,3 Millionen Euro

Unter anderem soll ein Kellerraum eingespart werden und die Innenausstattung wird etwas schlichter ausfallen, so Geschäftsleiter Martin Beringhoff im Gespräch mit chiemgau24.de. Von zuletzt veranschlagten fünf Millionen Euro an Kosten soll das Hallenbad nun "nur" noch 4,3 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde kann 1,15 Millionen Euro an Zuschüssen erwarten, der Rest muss selbst bezahlt werden. 

Zwei weitere Zahlen wurden genannt: Die Gemeinde müsse mit Unterhaltskosten von rund 60.000 Euro jährlich rechnen. Würde Tacherting jetzt einen Rückzieher machen und den Bau des Hallenbades stoppen, kämen geschätzt bis zu 900.000 Euro Kosten auf die Gemeinde zu. 

Auf dieser Wiese hinter der Turnhalle soll das Bad gebaut werden. 

Als sich der Gemeinderat im Sommer 2017 das erste Mal für ein Lehrschwimmbad aussprach, war noch von rund 2,6 Millionen Euro an Kosten die Rede. Ein halbes Jahr später rechnete man schon mit 3,7 Millionen Euro, im Dezember 2018 war dann schon von etwa fünf Millionen Euro die Rede. Eine Sondersitzung des Gemeinderates wurde einberufenHintergrund war der Wunsch nach zusätzlichen Vereins- und Umkleideräumen, die einen neuen Technikraum zur Folge haben. Auch die Brandschutzauflagen hätten sich laut Architekten geändert und der Bauboom lässt Nachfrage und Preise für Handwerker steigen. 

Das Bad wird hinter der Turnhalle gebaut. Das Schwimmbecken soll acht Meter breit und 16 Meter lang werden, ausgestattet mit einem hydraulischen Hubboden, um die Tiefe anpassen zu können. Auf eine Saunalandschaft und eine Reha-Praxis wollte der Gemeinderat aus Kostengründen verzichten. Geplant ist, noch heuer mit dem Bau zu beginnen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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