Aus dem Tachertinger Gemeinderat

Aus Alt mach Neu: Wie der Gasthof Reitmeier belebt werden soll        

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Tacherting: Aus Alt mach Neu - Wie der Gasthof Reitmeier belebt werden soll.
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Tacherting – Lange ist nicht klar gewesen, was aus dem ehemaligen Gasthof Reitmeier werden soll. Jetzt ist klar, was es für den Betrieb einer Schankwirtschaft braucht. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat dazu einen Zehn-Punkte-Plan beschlossen.

Das ehemalige Gasthaus Reitmeier müsste vor einer Neueröffnung renoviert werden. Wie genau? Hubert Siglbauer von der Lebensmittelüberwachung beim Landratsamt Traunstein hat dazu Hinweise und Anforderungen des Lebensmittelrechts vorgelegt. Sie stellen den Zehn-Punkte-Plan dar. Der teilt sich in zwei Gruppen: Die eine betrifft die Gemeinde, die andere den Pächter.

Das muss im ehemaligen Gasthof Reitmeier getan werden:

  1. Der Bodenbelag in der Küche ist zu erneuern. 
  2. Drei Türen aus der Küche müssen erneuert oder mit einer pflegeleichten Beschichtung nachgerüstet werden. 
  3. Die komplette Kücheneinrichtung ist zu entsorgen. 
  4. Eine neue Küchenzeile (vergleichbar mit Sport- und Vereinsheimen) ist zu beschaffen. 
  5. Der Schanktisch im Gastzimmer ist zu entsorgen und der aus dem Saal kann im Gastzimmer verwendet werden. 
  6. Wände und Decke sind neu zu streichen. 
  7. An den Fenstern sind Insektenschutzgitter anzubringen. 
  8. Löcher in der Wand beziehungsweise in den Fliesen sind zu verschließen. 
  9. Der Holzofen kann mit einer pflegeleichten Abdeckplatte als Abstellfläche genutzt werden. 
  10. Die genutzten Räume einschließlich des Umfeldes sind gründlich zu reinigen.

Die Punkte 1 bis einschließlich 5 betreffen die Gemeinde. Sie hatte den ehemaligen Gasthof Reitmeier gekauft. Somit ist es in ihrem Interesse, dass das Inventar auch in ihrem Eigentum bleibt. Die Punkte 6 bis einschließlich 10 betreffen den Pächter.

"Eine Bereicherung" (Gemeinde Tacherting)

Würschtl, Brotzeit, Flaschenausschank: Das soll der neue Reitmeierwirt anbieten. Drei- bis viermal pro Woche soll er geöffnet haben. Im Sommer soll es Biergartenbetrieb geben. "Dies wären die wesentlichen Forderungen für die Erlangung einer gaststättenrechtlichen Genehmigung." Das hatte die Verwaltung der Gemeinde herausgearbeitet. "Aufgrund der Neuausrichtung des Gasthofes zur Post in Tacherting wäre der Betrieb einer Schankwirtschaft durchaus eine Bereicherung."

Das hat der Gemeinderat beschlossen

In seiner jüngsten Sitzung hat der Tachertinger Gemeinderat beschlossen, für die Punkte 1 bis einschließlich 5 einen Betrag in Höhe von 15.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Die Punkte 6 bis einschließlich 10 - also die Arbeiten, die vom Pächter zu erbringen sind - unterstützt die Gemeinde in Form von Materialkosten, welche die Gemeinde übernimmt. Über die Verhandlungen in Sachen Pacht in der nichtöffentlichen Sitzung ist derzeit noch nichts bekannt.

Der Beschluss des Tachertinger Gemeinderates ist gewissermaßen ein befristetes Angebot. Warum? Weil die Gemeinde die Ergebnisse des ISEK Vorgangs abwarten will. Dabei geht es um insbesondere um die Gemeindemitte. Dort steht der ehemalige Gasthof Reitmeier. Soll heißen: Man weiß noch nicht, wie es in Tacherting weiter geht. Soll auch heißen: Ein möglicher Pächter ist erst einmal auf rund drei Jahre Pächter

Quelle: chiemgau24.de

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