Unser Artikel zeigte Wirkung

Keine Schülerlotsen in Tacherting? Jetzt tut sich was

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Tacherting - Seit im Januar ein Schulbub von einem Transporter tödlich erfasst wurde, zerbricht sich die Gemeinde über mehr Verkehrssicherheit den Kopf - was bisher geschafft wurde und was nicht:

Update Dienstag 12.20 Uhr:

Es geht doch! Wie uns Tachertings Bürgermeister Johann Hellmeier nun mitteilt, hätten sich - Stand Dienstagmorgen - vier Bürger gefunden, die gerne ehrenamtlich als Schülerlotse tätig wären. Hellmeier vermutet, dass unser Artikel vom Montag hier einen Teil dazu beigetragen hat. 

Ideal wäre noch ein weiterer Tachertinger, der sich hier anbietet - mit fünf Schülerlotsen könnte man sich die Aufgabe so teilen, dass an jeder Schulwegshelfer nur einen Morgen je Schulwoche eingesetzt werden müsste. Da sich das Schuljahr dem Ende zuneigt und die Schülerlotsen von der Polizei noch eine kurze, anderthalbstündige Ausbildung bekommen, hofft der Bürgermeister auf einen Start der Schulwegshelfer zum neuen Schuljahr

Unser Artikel vom Montag:

Johann Hellmeier hat viel versucht und einiges in die Wege leiten können - aber das vielleicht beste Mittel um Schulkinder im Straßenverkehr zu schützen will sich einfach nicht umsetzen lassen: Tacherting findet keine Schülerlotsen. "Niemand hat sich gemeldet", so der Bürgermeister im Gespräch mit chiemgau24.de. 

In der März-Ausgabe des Gemeindeboten wurde prominent für den Aufruf geworben: "Im Bereich der Bahnhofstraße soll eine sichere Überquerungsmöglichkeit für Schüler aller Schularten geschaffen werden. Hierfür wird eine sogenannte Überquerungsfurt erstellt. An dieser Furt sollen am Morgen zwischen ca. 7.15 Uhr und 7.45 Uhr Schulweghelfer (Erwachsene) und Schülerlotsen (Schüler ab 13 Jahre) für die sichere Überquerung sorgen"; hieß es im Aufruf. Die Trostberger Polizei bot sich für eine anderthalbstündige Ausbildung an. Leider ohne Erfolg.

Auch in Emertsham gab es bereits das gleiche Problem: Auch weil sich nicht genügend Schulweghelfer finden ließen, baut die Gemeinde nun eine Ampelanlage an den Bushaltestellen für rund 100.000 Euro. Das Problem kennt man auch in Trostberg: Auch hier geht es um den Bereich zwischen Bahnhof und Schulen, wo die Suche nach Schülerlotsen erfolglos blieb. 

Weitere Maßnahmen

Zusätzlich zur Querungsfurt auf der Bahnhofstraße hat die Gemeinde ein Geländer entlang der Straße gebaut, das die Schüler zu dieser Querungshilfe leiten und ein ungeordnetes Hinüberlaufen auf der ganzen Straßenlänge verhindern soll. Gegenüber des Geländers wird der Gehweg erweitert. Außerdem wurden für mehr Übersicht die Leitplanken am Andreaskreuz abgebaut. Darüber hinaus will die Gemeinde beim zuständigen Landratsamt durchsetzen, dass auf der Bahnhofstraße Tempo 30 gelten soll.

"So ein Unfall kann leider immer und überall passieren. Wir versuchen, unseren Teil beizutragen, dass so etwas nicht mehr passiert", so Hellmeier. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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