1,1 Millionen Euro mehr

Plus 40 Prozent: Warum die Kosten fürs neue Hallenbad so steigen

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Das alte Lehrschwimmbecken in der Tachertinger Mittelschule soll im Gegenzug zur Mensa umgebaut werden.
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Tacherting - 3,7 statt 2,6 Millionen Euro: Die geplanten Kosten für den Neubau des Hallenbades sind sprunghaft gestiegen - nun bezieht der Architekt Stellung.

Rund 3,7 Millionen Euro soll der Neubau des Lehrschwimmbeckens kosten - also etwa 40 Prozent mehr an, als ursprünglich geplant. In der jüngsten Gemeinderatssitzung äußerte sich nun Architekt Josef Krautloher zu der deutlich höheren Prognose: Vor allem liegt dies an einem gewünschten, zusätzlichen Umkleide- und einem Vereinsraum - die Kubatur vergrößert sich dementsprechend um ein Viertel, so Krautloher laut Trostberger Tagblatt im Gemeinderat. 

Darüber hinaus müsse wegen den beiden zusätzlichen Räumen auch der Technikraum angepasst werden und die Brandschutzauflagen hätten sich in der Zwischenzeit geändert, so der Architekt laut Trostberger Tagblatt weiter. Außerdem seien bei der ersten Überplanung bestimmende Details der Außenplanung noch nicht bekannt gewesen. Bürgermeister Johann Hellmeier bemerkte gegenüber chiemgau24.de außerdem, dass die ursprüngliche Zahl der geplanten Kosten noch von 2016 stammte.

Der Tachertinger Gemeinderat hält trotzdem sowohl am Projekt Lehrschwimmbecken, als auch am Architekten fest: Mit 15:3 Stimmen sprach man sich auf der jüngsten Gemeinderatssitzung für die Vergabe der Planungsleistungen an das Büro Krautloher aus. 

Ausstattung und Zeitplan

Das Bad wird neben der Turnhalle an den Sportanlagen gebaut. Das Schwimmbecken soll acht Meter breit und 16 Meter lang werden, ausgestattet mit einem hydraulischen Hubboden, um die Tiefe anpassen zu können. Auf eine Saunalandschaft und eine Reha-Praxis wollte der Gemeinderat aus Kostengründen verzichten, doch eine mögliche Erweiterung soll baulich machbar bleiben

Die Gemeinde muss das Hallenbad nicht alleine finanzieren, bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten kann die Regierung von Oberbayern zuschießen. Zuletzt schätzte man den Zuschuss auf 700.000 Euro. Wenn die Fördermittel zugesichert sind, soll mit dem Bau begonnen werden - Bürgermeister Hellmeier visiert dafür den Sommer an und rechnet mit einer Bauzeit von anderthalb Jahren. Ende 2019 könnte das Bad also eröffnen. Das Hallenbad ist vor allem für den Schwimmunterricht, die Wasserwacht und die Schüler gedacht, aber auch für alle anderen Badegäste sind Öffnungszeiten vorgesehen.

xe

Quelle: chiemgau24.de

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