erhöhte Vorsicht beim „Gassigehen“ im Bereich Halsbach

Hund frisst Giftköder - schnelle Behandlung rettet ihn gerade noch

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Halsbach/Altötting - Gerade noch rechtzeitig in die Tierklinik konnte eine Besitzerin ihren Hund bringen. Er zeigte Vergiftungserscheinungen und überlebte knapp.

Erneut wurde ein Hund Opfer eines Giftköderanschlags. Wie die Operative Ergänzungsdienst Traunstein aktuell berichtet, ging am Montag (13.01.2020) gegen 6.30 Uhr eine Hundebesitzerin aus Halsbach mit ihrem Golden-Retriever im Bereich Schmidham spazieren. Zwischen zwei Anwesen, auf Höhe einer Sitzbank, schnupperte der Hund in einem dortigen Gebüsch und nahm etwas mit seinem Maul auf. Die Besitzerin versuchte noch dem Tier den stark stinkenden Gegenstand aus dem Fang zu entfernen, was jedoch nicht gelang.

Hund konnte gerade noch gerettet werden

Da der Vierbeiner bereits nach kurzer Zeit an starken Vergiftungserscheinungen litt, wurde er sofort zur medizinischen Versorgung in die Tierklinik nach Teisendorf verbracht. Nur durch die schnelle Behandlung konnte der Hund gerettet werden.

Noch am selben Tag wurde der Vorgang von einem Diensthundeführer der Operativen Ergänzungsdienste in Erlstätt übernommen. Es wurden unverzüglich umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Außerdem wurde der Tatort und dessen Umgebung vom Diensthundeführer nach weiteren, vermeintlichen Giftködern abgesucht. Dabei wurden aber keine weiteren verdächtigen Gegenstände mehr aufgefunden. Die Hundehalter im gesamten Gemeindebereich Halsbach werden eindringlich gebeten, erhöhte Vorsicht beim „Gassigehen“ walten zu lassen.

Die Operativen Ergänzungsdienste der Polizei bitten zudem Personen, die in diesem Zusammenhang sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Telefonnummer 0861-9873-205, oder bei einer örtlichen Polizeiinspektion zu melden.

Mehrfach Hundehasser in der Region unterwegs

Erst Anfang Januar verstarb ein Hund im Raum Halsbach, nachdem er beim Gassigehen offenbar einen Giftköder gefressen hatte. Der Hundebesitzer ging am Tag nach dem schrecklichen Vorfall nochmals zu oben genannter Stelle im Wald und bemerkte, dass jetzt fünf Meter neben dem Baumstamm ein toter Fuchs lag. Im Anschluss erstattete die Hundebesitzer Anzeige bei der Polizei Burghausen.

Im Raum Traunstein waren in den letzten Monaten bereits mehrfach Haustiere vergiftet worden. Zuletzt musste im November ein Hund eingeschläfert werden, weil er Vergiftungserscheinungen und Verätzungen im Maul aufwies. Allein im Bereich Bernau/Prien sind zuletzt sieben Hunde qualvoll gestorben. Auch sie Starben an den Folgen von gefressenen Giftködern. Fünf Vierbeiner hatten Glück und überlebten knapp.

Daran können Sie eine Vergiftung erkennen:

  • Übelkeit, Erbrechen, Sabbern 
  • Durchfall, evtl. blutig 
  • Mattigkeit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit 
  • Appetitlosigkeit 
  • blutiges Zahnfleisch, blutige Augenschleimhäute, Blutansammlungen in der Haut (fortgeschrittenes Stadium!)

mh

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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