Erdwärme: Trotz Investoren-Pleite kein Verkauf

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Kirchweidach - Trotz der Pleite eines Investors ist für die Geo-Energie Kirchweidach GmbH die Realisierung des Erdwärme-Projekts nicht in Gefahr.

Wie Geo-Energie Kirchweidach bekannt gab, hat die Abwicklung der Schweizer SAM AG keinen Einfluss auf das Kirchweidacher Geothermieprojekt. Damit reagierte das Unternehmen auf Spekulationen, wonach die Abwicklung der SAM AG mit einem vollständigen Verkauf des Kirchweidacher Geothermie-Projekts einhergehen könnte.

Schweizer Investor wird abgewickelt

Die SAM AG hält 47,5 Prozent der Anteile der Regensburger FG Geothermie GbmH. Damit ist das Schweizer Unternehmen indirekt mit 23,75 Prozent an dem Kirchweihdacher Geothermieprojekt beteiligt. Wegen fehlender Lizenzen hat die Schweizer Börsenaufsicht die SAM AG vor rund einem Jahr vom Markt genommen und Liquidatoren für die Abwicklung des Unternehmens bestellt.

Kirchweidacher Geothermie steht nicht zum Verkauf

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Denkbar ist nun offenbar, dass die Anteile der SAM AG in eine Firma der FG-Gruppe übergehen. Dies hat nach Angaben von Geo-Energie Kirchweidach jedoch weder Auswirkungen auf die übrigen Anteile am Kirchweihdacher Geothermieprojekt noch auf den Projektfortgang selbst.

"Alle bereits geschlossenen Verträge und Vereinbarungen werden vollkommen unabhängig von Vereinbarungen eines der beiden Gesellschafter vollumfänglich erfüllt. Das einzigartige und richtungsweisende Geothermieprojekt in Kirchweidach, mit dem in Bau befindlichen Glashäusern und der geplanten Fernwärmeversorgung für die Ortschaft Kirchweidach, ist vertraglich felsenfest gesichert", erklärte Bernhard Gubo, Geschäftsführer der Geo-Energie Kirchweidach GmbH.

Gesellschafter investieren "signifikantes Eigenkapital"

Die rechtlichen Verhältnisse, erklärt Gubo weiter, seien vertraglich so konzipiert, daß Wechsel von Eigentumsverhältnissen oberhalb der Gesellschafterebene weder den geplanten Kraftwerksbau noch die Auskopplung der vertraglich zugesicherten Wärmeversorgung beeinflussen. Aktuell investierten nach Angaben von Geo-Energie Kirchweidach beide Gesellschafter des Projekts "jeden Monat weiter signifikantes Eigenkapital, um das Projekt wie geplant erfolgreich zu Ende zu führen".

Kein Verkauf der Anteile der FG-Gruppe geplant

Laut Dr. Günter Schneider von der FG-Unternehmensgruppe ist mit dem Insolvenzverwalter vereinbart, dass die SAM AG nicht in die Projektrealisierung involviert ist. Die FG-Gruppe sei frei in ihrer Entscheidung, ob sie eines Tages Gesellschaftsanteile an dem Geothermiekraftwerk veräußert. Zu einem beabsichtigen Verkauf der Anteile am Geothermiekraftwerk in Kirchweidach gebe es auf Seiten der FG-Gruppe keinen Beschluss.

Inbetriebnahme in Kirchweidach Anfang 2015 geplant

"Durch verschiedene unvorhergesehene Ereignisse", wie Bernhard Gubo schon im März gegenüber innsalzach24 erklärte, hatte sich das Geothermie-Projekt mehrfach verzögert. Derzeit hält der Geschäftsführer eine Inbetriebnahme Anfang 2015 für realistisch. Die Finanzierung des Kraftwerkbetriebs ist über Kredite geplant. "Es gibt eine sehr interessierte Bank", so Gubo.

Gewachshaus wird der größte Kunde

Der größte Kunde von Geo-Energie Kirchweidach soll eine Gewächshausanlagen für Tomaten in der unmittelbarer Nähe zum Kraftwerk werden. Darüber hinaus ist eine Stromerzeugung mittels Erdwärme geplant. Ob und in welchem Umfang die Bürger mit Fernwärme versorgt werden, steht noch nicht fest. Der Aufbau eines Fernwärmenetzes wäre die Aufgabe der Gemeinde.

Widerstand gegen Geothermie in Garching

In Garching an der Alz, wo Geo-Energie Bayern ebenfalls eine Geothermieanlage plant, regt sich seit längerem Widerstand in der Bevölkerung. Einige Bürger befürchten Mikroerdbeben und eine hohe Lärmbelastung durch das Projekt. Entsprechend hitzig diskutiert wurde das Thema auf einer Informationsveranstaltung Ende Februar.

Bilder von der Informationsveranstaltung

Die Info-Veranstaltung zur Geothermie

Rubriklistenbild: © dpa

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