Fernwärme in Kirchweidach

Geothermie: Das Gewächshaus ist schon warm

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Kirchweidach - Folgen dem Gewächshaus schon bald die Privathaushalte? Bis Herbst sollen die ersten Häuser in der Gemeinde mittels Geothermie beheizt werden.

Wichtiger Meilenstein kurz vor dem Jahreswechsel: Die Fernwärmepumpe in Kirchweidach läuft und versorgt die über elf Hektar große Gewächshausanlage im Ortsteil Edt mit Wärmeenergie. "Wir sind froh, dass die Pumpe funktioniert", sagt Kirchweidachs Erster Bürgermeister Johann Krumbachner im Gespräch mit innsalzach24. Schon Freitagabend sei die Hälfte des Glashauses beheizt.

Positive Resonanz auf Umfrage

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Die Gewächshausanlage, in der im kommenden Jahr Paprikas und Tomaten gedeihen sollen, ist der erste Abnehmer der Kirchweidacher Fernwärme - und soll beileibe nicht der einzige bleiben. Die Gemeinde hat bereits unter den Privathaushalten eine Umfrage durchgeführt, inwieweit Interesse besteht, die Geothermie zum Beheizen des eigenen Heims zu nutzen. Der - zu einem großen Teil positive - Rücklauf liege bei rund 60 Prozent, erläutert Krumbachner.

So positiv die Resonanz auch ist, hofft der Bürgermeister auf weiteren Rücklauf in den nächsten Wochen. Das Ziel sei, dass die Straßenzüge vollständig angeschlossen werden, erläutert der Bürgermeister. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass seitens der Anwohner ein ausreichend großes Interesse besteht. Läuft alles wie geplant, soll schon im Mai damit begonnen werden, die Fernwärmeleitung zu verlegen. Im Baugebiet "Sonnleitn" ist alles sogar schon erledigt. Bereits mit der Erschließung des Baugebiets waren dort Fernwärmeleitungen verlegt worden.

Gemeinde ist an Heiz-Zentrale beteiligt

Die große Gewächshausanlage in Edt wird bei der Versorgung der Gemeinde eine wichtiger Standort sein. Dort befindet sich nämlich nicht nur die Heizzentrale, auch die Notversorgung wird dort gesteuert. Über die Kirchweidach Energie GmbH ist die Gemeinde sowohl an der Heizzentrale aus auch an der Notversorgung beteiligt. Die Versorgung der Gemeinde sei also in jedem Fall gesichert, konstatiert Krumbachner.

Bereits im Herbst könnte ein Teil der Haushalte in Kirchweidach an das Fernwärmenetz angeschlossen und mittels Geothermie beheizt werden. Die Planungen für den Ausbau des Netzes laufen schon längst auf Hochtouren, ein Planungsbüro aus München ist damit betraut. Ein erster Schritt ist auch schon gemacht: Von der Heizzentrale aus verläuft in Richtung Gemeinde bereits eine 50 Meter lange Leitung.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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