Keine Schäden entdeckt

Halsbach sieht Licht am Ende des Kanals

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Halsbach - Das Dauerthema Kanal könnte endlich ein halbwegs glückliches Ende finden. Offenbar ist die Leitung nicht beschädigt, sondern einfach nur verstopft.

Seit über einem Jahr beschäftigt sich die Gemeinde Halsbach jetzt schon mit einem Teilstück der Verbindungsleitung des Schmutzwasserkanals Kirchweidach-Halsbach-Burgkirchen. "Am 22. Juli 2014 haben sie das erste Mal angerufen, dass der Kanal übergeht, seitdem sind wir immer laufend dran", erinnert sich Bürgermeister Martin Poschner. Doch jetzt sieht das Gemeindeoberhaupt endlich "Licht am Ende des Tunnels", wie Poschner sagt. Bislang jedenfalls liefert die Kameraerkundung des Kanals relativ erfreuliche Ergebnisse.

Wie es im Inneren der Verbindungsleitung aussieht, was bis vor Kurzem nicht klar. Fakt ist, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu Verstopfungen gekommen war. Als Ursache wären größere Schäden ebenso in Frage gekommen wie Ablagerungen in der Leitung. Das Teilstück ist nur 20 Zentimeter dick und war die letzten 25 Jahre mangels Zugänglichkeit nie richtig durchgespült worden.

Rohr teilweise zu drei Vierteln dicht

Die Gemeinde baute deshalb ab April Stichstraßen, setzte Spülwagen ein und inspizierte das Rohr mit einer Kamera. Nur ein kleiner Abschnitt ist noch nicht erkundet. "Die Kamerabefahrung hat bis jetzt relativ gute Ergebnisse geliefert. Der Kanal selber ist nicht kaputt, es war nur dem geschuldet, dass so viele Ablagerungen im Rohr drin waren", erklärt Bürgermeister Poschner. Teilweise sei die Leitung zu drei Vierteln dicht gewesen, und zwar mit so festem Kies, dass man kaum habe spülen können. Dass aber immerhin bis auf wenige Senkungen keine Schäden festgestellt wurden, ist ein Grund zur Freude. "Definitiv haben wir ein bisschen Glück, dass der Kanal selber nicht kaputt ist", so Poschner.

Um auf Nummer sicher zu gehen, soll die Leitung auch hinter der Gemeindegrenze und damit auf Burgkirchner Grund überprüft werden - soweit dort eine Zufahrt möglich ist. Dienstagnachmittag hat Poschner mit der zuständliche Firma eine Besprechung über das weitere Vorgehen. Der Bürgermeister glaubt, dass der "neuralgische Punkt" hinter der Gemeinde liegt. In dem Abschnitt, der jetzt noch erkundet werden soll, gibt es nicht so viele Anlieger.

Künftig Spülungen alle drei Jahre

In Zukunft soll es gar nicht mehr so weit kommen, dass Kies und andere Ablagerungen den Kanal zu einem großen Teil verstopfen. Dank der neuen Stichstraßen seien Spülungen nun kein Problem mehr, so Poschner. "Da werden wir regelmäßig, alle drei Jahre, würde ich sagen, die Spülungen durchführen." Weitere Kamerafahrten werden dann freilich nicht mehr nötig sein, jetzt weiß man ja, wie es im Kanal aussieht.

Auch wenn keine Schäden festgestellt wurden, verursacht der Kanal hohe Kosten. Die Gesamtkosten kann Poschner noch nicht beziffern, doch alleine die Stichstraßen und die Spülungen kosten jeweils rund 50.000 Euro. Die Kosten teilen sich die Gemeinden Kirchweidach und Halsbach im Verhältnis 60 zu 40, weil Kirchweidach mehr in den Kanal einleitet als die Nachbargemeinde.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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