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Tante der Kinder berichtet - Spendenaktion für Familie

Nach Familientragödie in Halsbach: „Nun steht der schwere Gang auf die Beerdigung bevor“

  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Nach dem überraschenden Tod eines alleinerziehenden Vaters ist die Hilfsbereitschaft für seine drei Töchter in Halsbach enorm. Tagelang hatten seine Töchter noch an seiner Seite gelebt, da sie dachten er schlafe nur. Nun berichtet die Tante der drei Kinder gegenüber innsalzach24.de.

Halsbach - „Ein ganzer Kellerraum ist inzwischen voll mit Sachspenden. Was die Facebook-Gruppe ‚Nachbarschaftshilfe Landshut‘ da in so kurzer Zeit geschafft hat, ist unglaublich“, berichtet die Tante der drei Kinder gegenüber innsalzach24.de. Seit Sonntag, den 19. September hatte es dort einen Spendenaufruf gegeben. Am vergangenen Samstag, den 25. September waren die gesammelten Spenden dann zu der Familie gebracht worden. „Nun steht am Mittwoch der schwere Gang auf die Beerdigung bevor.“

Hier könnt ihr spenden:

Spendenkonto: Pfarrkirchenstiftung Halsbach, IBAN DE46711600000001575961, (Kennwort Marco)

Irgendwann zu Beginn der vorvergangenen Woche verstarb ein 35-jähriger Familienvater aus Halsbach an einem Herzinfarkt. Die Mutter der Kinder, seine damalige Lebensgefährtin, sei nach der Geburt der jüngsten Tochter ausgezogen und habe ihm das Sorgerecht überlassen. Er selbst sei keiner geregelten Arbeit nachgegangen, so seine Schwester. In der Kita sei man es wiederum bereits gewohnt gewesen, dass er spontan und unentschuldigt etwas mit seinen Töchtern unternimmt. „Er war ein liebevoller und fürsorglicher Vater.“

Vater verstirbt überraschend an Herzinfarkt - Kinder wachten tagelang neben ihm

Der Verstorbene lebte mit seinen drei Töchtern im Obergeschoss des Hauses, im Erdgeschoss seine pflegebedürftige Mutter. „Sie war es gewohnt, dass er zuweilen tagelang nicht vorbeischaute. Wenn er nicht gut drauf war, wollte er sie damit nicht anstecken“, so die Tante der Kinder weiter. Sie selbst sei am Freitag der vorvergangenen Woche vorbeigekommen, um mit ihrem Bruder über die Pflege der Mutter zu reden. „Der Papa schläft schon so lange!“, hätten ihr die Kinder bei ihrem Eintreffen dann mitgeteilt. Sie fand ihn dann tot auf der Couch liegend vor. Die vierjährige älteste der drei Töchter habe sich um ihre beiden drei und zwei Jahre alten Geschwister gekümmert gehabt. Sie habe die beiden jüngeren Kindern mit Essen und Trinken versorgt.

In Absprache mit dem Jugendamt leben die drei Kinder nun bei ihr, ihrem Mann und ihrem fünfjährigen Sohn. „Platz ist genug. Dank der Sachspenden ist auch an Kinderkleidung, Spielsachen und so weiter genügend vorhanden. Ihnen geht es, den Umständen entsprechend, gut“, schildert sie. Das Ehepaar wolle sich um das Sorgerecht bemühen. „Alleine schon, damit die armen Mäuse weiter zusammen bleiben können!“

Enorme Spendenbereitschaft für Töchter von verstorbenem alleinerziehenden Vater in Halsbach

„Wir alle in Halsbach sind tief betroffen. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich es erfahren habe. Bei mir hat sich, sobald es ihnen bekannt wurde, der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Burghausen gemeldet“, berichtete bereits Bürgermeister Martin Poschner gegenüber innsalzach24.de. Es sei nicht der erste Schicksalsschlag für die Familie. Anfang August 2015 brannte ihr unversichertes Haus komplett ab und die Familie stand mit einem Schlag vor dem Nichts. Schon damals half man in der Gemeinde: Kurz darauf gingen zahlreiche Sachspenden wie Kleidung, Kühlschränke und Geschirr für die Familie ein. Die Gemeinde und Bürgermeister Martin Poschner organisierten in der Folge eine Spendenaktion, zu der auch ein Benefizkonzert und -Fußballspiel gehörten. „Dabei kam genügend Geld für den Wiederaufbau zusammen.“ Doch wenig später verstarb dann der Großvater der Kinder an Krebs.

Auch diesmal wieder hilft die Halsbacher Gemeinschaft. Neben den Sachspenden gibt es auch ein Spendenkonto der Pfarrkirchengemeinde. „Es sind bereits erste Spenden eingegangen. Die Hilfsbereitschaft ist enorm! Das tragische Schicksal der Kinder hat die gesamte Gemeinde berührt, hier sind alle etwas im Schockzustand“, berichtet Pfarrgemeinderatsvorsitzender Martin Winklbauer gegenüber innsalzach24.de. Hilfswillige können auf das Spendenkonto der Pfarrkirchenstiftung (Sogenanntes Caritas-Konto) einzahlen, die Pfarrei kann Spendenquittungen ausstellen. „Wir sehen es als unsere Christen- und Bürgerpflicht, zu helfen, dass es für die Kindern gut weitergeht.“

hs

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul

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