Werk Gendorf: Was passiert im Ernstfall?

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Gendorf - Flammen, Rauch, verletzte Menschen. Im Werk Gendorf hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Zum Glück war es nur eine Großübung. *NEU: Video*

Im Rahmen der diesjährigen Notfallübung im Industriepark Werk Gendorf hat das Werk am Montagabend ein gesamtes Maßnahmenpaket präsentiert, um für einen Ernstfall noch besser gewappnet zu sein. Neben der Großübung, in der interne und externe Einsatzkräfte den Ernstfall probten, standen der Baubeginn der neuen Feuerwache und die Indienststellung von sieben neuen Einsatzfahrzeugen im Mittelpunkt des Tages.

Investitionen als Beitrag zur Sicherheit

Fahrzeugweihe und Spatenstich für neue Feuerwache

„Für einen Chemiepark steht Sicherheit an erster Stelle und das heißt auch, für den Notfall gerüstet zu sein. Die Investition in unserer Werkfeuerwehr ist hierzu ein wichtiger Beitrag“, erklärt Dr. Bernhard Langhammer, Geschäftsleiter der InfraServ Gendorf. Rund 10 Millionen Euro investiert InfraServ in den bereits im letzten Jahr beschlossenen Neubau der Feuerwache. Auf einer Länge von 109 Metern entstehen auf 6.200 m² Nutzfläche Büros, Mannschaftsräume, Geräteräume, Werkstätten sowie 17 Fahrzeugstellplätze. Das Herz bildet eine Einsatzzentrale, die von Werkfeuerwehr und Werkschutz genutzt werden wird. Sie wird zu den modernsten Einsatzzentralen in Industrieparks zählen. Damit die Werkfeuerwehrmänner optimal trainieren und Nachwuchs ausbilden können, werden zusätzlich eine Atemschutzübungsstrecke sowie ein Übungsgelände mit Übungsturm entstehen. „Mit unserer neuen Feuerwache können wir noch schneller und effektiver im Notfall eingreifen“ ist sich Martin Siebert, Leiter der Werkfeuerwehr des Industrieparks Werk Gendorf, sicher. Neben dem Spatenstich für die Feuerwache zu der auch Regierungsdirektor und Sachgebietsleiter für Sicherheit und Ordnung Karl Traunspurger von der Regierung Oberbayern und Kreisbrandrat Werner Huber Grußworte sprachen, wurden zusammen mit einem Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Burgkirchen sieben Neufahrzeuge für die Werkfeuerwehr geweiht. Sie werden teilweise ältere Einsatzfahrzeuge ersetzen bzw. den Fuhrpark verstärken. „Eine Investition in die Werkfeuerwehr zeigt deutlich, dass sich das Werk seiner Verantwortung bewusst ist“, so Traunspurger, der die Werkfeuerwehr in Gendorf zu den einsatzstärksten oberbayerischen Feuerwehren zählt.

Wertvolle Erfahrungen durch Großübung

Großübung im Industriepark Werk Gendorf

Den Ernstfall probte die Werkfeuerwehr anschließend bei einer Übung. In einem realistischen Szenario wurde eine lautstarke Verpuffung mit Folgebrand und starker Rauchentwicklung in Verbindung mit vermissten und verletzten Personen nachgestellt. Dank dem professionellen Umgang der Einsatzkräfte mit der Situation und der koordinierten Zusammenarbeit hatte die Einsatzleitung die Lage zu jeder Zeit unter Kontrolle. Beteiligt waren die Werkfeuerwehr, die freiwillige Feuerwehr Burgkirchen, der werkärztliche Dienst, Werkschutz, die Integrierte Leitstelle Traunstein sowie der Einsatzstab des Industrieparks. Bernhard Langhammer zeigte sich mit dem Ablauf der Übung zufrieden: „Die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Einsatzleitung, und Hilfskräften hat sehr gut funktioniert. Durch solche regelmäßigen Übungen gewinnen wir wertvolle Erfahrungen, die unser gesamtes Notfallmanagement verbessern.“ Nach Ablauf werteten die Teilnehmer die Übung aus, damit die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen in die Alarm- und Gefahrenabwehrplanung aller beteiligten Stellen einfließen können. Mit einem Abendessen in der Betriebsgastronomie klang die Übung aus.

Pressemitteilung Industriepark Werk Gendorf / red is24

Rubriklistenbild: © Heine

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