Gespräche im Landratsamt: Erste Ergebnisse

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Altötting - Im Landratsamt sprachen Wasserwirtschaftsamt, Regierung, Landesamt für Umwelt und die Firmen InfraServ und Clariant über die neuesten Erkenntnisse zur Alz.

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Giftige Alz: Jetzt auch Vögel in Gefahr

Das Landratsamt Altötting lud kurzfristig Vertreter der Regierung von Oberbayern, des Wasserwirtschaftsamtes Traunstein, des Landesamts für Umwelt, der Firmen InfraServ und Clariant zu einer Besprechung in den Großen Sitzungssaal ein, um die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich des Schadensfalles an der Alz auszutauschen und weitere Maßnahmen festzulegen. Als Resultat der intensiven Besprechungen wird festgehalten:

  1. Festzustehen scheint inzwischen die mögliche Menge an GENAMIN LA 302 D, die in die Alz gelangt sein könnte. Nach Angaben der Betreiber befand sich eine Gesamtmenge von 5,7 Tonnen im Produktionsbehälter, hiervon sind noch ca. 4,7 Tonnen im sogenannten Fettabscheider vorhanden. Rund 200 Kilogramm befinden sich im Rückhaltebecken. Über die verbliebenen 800 Kilogramm konnten im Detail keine Angaben gemacht werden. Sowohl ein Eintrag in die Alz als auch eine teilweise Verbrennung kommen in Frage.
  2. Der ursprünglich angenommene Stoffeintrag in die Alz durch das Löschwasser ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht für den Vorfall verantwortlich. Weitere Möglichkeiten, die ursächlich für diesen Schadensfall sind, werden noch untersucht. Das Ergebnis der Ursache soll bis spätestens nächsten Donnerstag vorliegen und mit allen Beteiligten bei einem weiteren Gespräch im Landratsamt erörtert werden.
  3. Bis spätestens Freitag wird das Ergebnis der laufenden Stoffuntersuchungen - Breitbandscreening - durch das Landesamt für Umwelt vorgelegt.
  4. Lesen Sie auch:

    Das Wasserwirtschaftsamt und das Landesamt für Umwelt präsentierten die ersten Ergebnisse der Wasserproben an der Alz, die am 07.03.2012 gezogen wurden. Insgesamt wurden sechs Proben ausgewertet. Die Ergebnisse lagen bei 0,07 mg/l (ca. 300m unterhalb der Einleitungsstelle), 0,06 mg/l ( an der Einleitungsstelle), 0,04 mg/l ( ca. 200m oberhalb der Einleitungsstelle), > 0,002 mg/l (Hirten bei Flusskilometer 22), 0,04 mg/l (alte Brücke Hohenwart bei Flusskilometer 11), 0,2 mg/l (alte Brücke Hohenwart bei Flusskilometer 11), wobei die Bestimmungsgrenze bei 0,01 mg/l und die Nachweisgrenze bei 0,003 mg/l liegt. In Wasserproben der Alz am 10.03.2012 konnte der Stoff nicht mehr nachgewiesen werden.
  5. Bislang wurden von den Feuerwehren 6 Tonnen verendeter Fische aus der Alz geborgen.
  6. Ein zuversichtlich stimmender Ausblick der Fachleute konnte hinsichtlich der Wiederansiedlung von Lebewesen gegeben werden. Da der Stoff in 28 Tagen zu 70% und somit biologisch sehr gut abbaubar ist, kann bereits derzeit eine Wiederansiedlung verschiedenster Kleinlebewesen beobachtet werden.

Pressemitteilung Landratsamt Altötting

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