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Neue Pächter für „Zum Bräu“ in Wald an der Alz

„Weißeln und neue Tischdecken – sonst bleibt alles wie gehabt“

Wald kann sein Wirtshaus behalten: Das freut alt und jung.
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Die Übergabe erfolgt Hand in Hand: Man kennt sich seit vielen Jahren.

Das freut sowohl Jung und Alt: Das allseits beliebte „Gasthaus zum Bräu“ kann Anfang Dezember nahtlos von den neuen Pächtern übernommen werden. Und: die Schnitzel bleiben genauso groß wie vorher!

Wald / Garching a. d. Alz – Er war mehr als 25 Jahre lang mit Herzblut bei der Sache, doch Ende November wird Wirt Josef Hareter in den verdienten Ruhestand gehen. Schon seit fünf Jahren sprach man in Wald darüber, wie es mit dem Gasthaus zum Bräu dann weitergehen soll. Doch erst vor knappen zwei Wochen gab es die gute Nachricht: Es haben sich neue Pächter gefunden. Bei diesen handelt es sich um keine geringeren als den Dritten Bürgermeister von Garching und seine Schwester.

Benjamin Peterlunger(40) und Sandra Trost(37) werden ab Montag den 5. Dezember im Gasthaus voll durchstarten. Es gibt aber einen weichen und fließenden Übergang. „Wir sind froh, dass wir die jetzige Besatzung behalten können“, sagt Peterlunger, der die Herausforderung nebenberuflich antritt. Sandra Trost dagegen wird in Vollzeit im Gasthaus arbeiten. Sie hat als Servicekraft ein paar Jahre Erfahrung, während ihr Bruder sich auf Neuland bewegt. „Wir haben allerdings schon länger mit dem Gedanken gespielt, was aufzumachen“, sagt der 40-Jährige. Die Geschwister sind im Ort aufgewachsen und bekannt mit dem, was im Gasthaus zum Bräu seit 25 Jahren geboten ist.

Die neuen Pächter vor ihrem Traditions-Gasthaus.

Abschiedskonzert ohne Abschied

„Es ist jeder so froh, dass der Wirt nicht zumacht“ erzählen die beiden freudig. „Auch Sepp war heilfroh, dass es eine Lösung gibt.“ Aktuell ist bei „Sepp“ alles ausgebucht, und im Saal wird am 19. November die Veranstaltung „Last Concert & letztes Schnitzel stattfinden“ stattfinden. Aber es wird ein Abschiedskonzert ohne Abschied, denn der Koch bleibt und die Schnitzel werden auch künftig so groß sein wie zuvor. Auch nach dem Pächterwechsel gibt es schon Reservierungen. „Wir haben sicher schon fünf Weihnachtsfeiern und auch die Christbaumversteigerung findet ganz normal statt. Sepp feiert Anfang Dezember noch seinen Geburtstag und dann geht es nahtlos weiter“, so Peterlunger.

Weißeln und neue Tischdecken – sonst bleibt alles wie gehabt

Große Veränderungen haben die frischgebackenen Pächter nicht vorgesehen. „Wir werden Anfang Dezember anrücken, um zu Weißeln, und Vorhänge, Tischdecken und Kissen zu erneuern. Sonst bleibt aber alles wie gehabt“ kündigt Trost an. In Küche und an der Schank kann zum Glück alles bleiben, und Noch-Pächter Hareter zeigt sich sehr hilfsbereit. „Der Josef ist so nett und zeigt uns jetzt schon alles. Das ist Gold wert und wir sind ihm sehr dankbar“, so Trost. Aktuell besuchen die beiden noch Schulungen. Bei der Kurzfristigkeit ihrer Entscheidung blieb wenig Zeit für große Vorbereitungen. Ob die beiden Angst haben wegen Inflation und Wirtschaftskrise? Respekt vor der neuen Aufgabe haben die Geschwister, doch sonst blicken sie durchaus positiv in die Zukunft. „Wenn wir Ängste hätten, würden wir es nicht machen“, sagt Peterlunger. Übrigens: Auch die Öffnungszeiten des Gasthauses sollen bleiben wie gehabt: Von Donnerstag bis Montag jeweils ab 10 Uhr. Am Dienstag und Mittwoch sind Ruhetage.

Das Gasthaus in Wald war früher einmal eine Brauerei: Zwischen 1546 und 1906 wurde hier echtes Walder Bier gebraut. Es sollen aber Dokumente existieren, die belegen dass hier bereits im Spätmittelalter Bier hergestellt wurde. Seit über hundert Jahren ist das denkmalgeschützte Gebäude im Besitz der Familie Wieser. Sie verpachtet das Gasthaus seither.

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