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Vor allem Öko-Versorgung ist ein Problem

Kein Stromanbieter für Kommunen? Sorgen im Landkreis Altötting

Windkraftanlagen und Hochspannungsleitung.
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Vor allem Ökostrom ist für Kommunen kaum noch zu bekommen.

Neue Stromverträge kriegen? Das ist aktuell vor allem für Kommunen eine Herausforderung. Im Landkreis Altötting stehen vier Gemeinden vor Fragezeichen was ihre künftigen Stromanbieter angeht.

Landkreis Altötting – „Eine Vorwarnung wäre nett gewesen, dann hätten wir besser reagieren können“, beginnt Maik Krieger, der Bürgermeister von Garching an der Alz. Er spricht von der KUBUS Kommunalberatungs GmbH: Das Unternehmen holt unter anderem bei Stromversorgern Angebote für Gemeinden ein. Als letzte Woche (KW42) eine Mitteilung per E-Mail bei Krieger ankam war das erst einmal ein Schock: Kubus konnte Garching kein Angebot liefern. „In der Vergangenheit brachte die Teilnahme an der Ausschreibung von KUBUS immer einen preislichen Vorteil“, so Krieger, „jetzt müssen wir selbst rumtelefonieren.“

Ärgerlich sei es deshalb, weil viele Anbieter keine Kunden mehr aufnehmen. Der hohe Verbrauch von Gemeinden spiele dabei eine entscheidende Rolle: Eine Million KWh pro Jahr verbrauche die Kommune Garching. „Kubus kann natürlich auch nichts für diese Situation“, sagt Krieger, und Garching sei auch nicht die einzige Gemeinde die von dem Problem betroffen wäre. „Auch Neuötting, Altötting und Burgkirchen suchen nun nach Stromanbietern. „Praktisch alle hatten sich bei der Ausschreibung von Kubus für Ökostrom entschieden. Da sieht es aktuell wohl schlecht aus“, so Krieger.

Regionaler Ökostrom? Schwierig

„Es war eine ziemliche Rennerei, weil wir jetzt kaum noch Zeit haben“, sagt der Bürgermeister von Garching. Die knappe Absage sei auch deswegen ärgerlich, weil man sich für regionalen Ökostrom entscheiden wollte und das jetzt nicht mehr klappe. „Die Angebote sind natürlich auch viel höher als früher“, so Krieger. Für das Jahr 2023 rechnet er mit einer Verdreifachung der Stromkosten für die Kommune. Burgkirchens Bürgermeister Johann Krichenbauer sagt, man habe nun bereits sieben Anbieter angeschrieben, vier davon hätten mitgeteilt, keine Neukunden mehr aufzunehmen. Beim bisherigen Stromversorger könne die Gemeinde nicht mehr bleiben.

Stephan Antwerpen, Bürgermeister von Altötting schreibt, seine Kommune benötige 3,2 Millionen kWh, wobei die Kosten der größten Verbraucher, nämlich Wasserwerk und Kläranlage, teilweise anteilig auch von anderen Kommunen mitgetragen würden. „Wir sind noch in der Angebotsphase, aber uns wurden einige Angebote zugesagt. Preislich gehen wir mindestens von einer Verdoppelung aus. Auch Peter Haugeneder, Bürgermeister von Neuötting, musste sich um einen neuen Stromversorger für die Kommune kümmern. Er hat allerdings gute Nachrichten: „Wir haben eine mündliche Zusicherung von EON.“ Laut Haugenender soll in Kürze ein Schreiben von EON und dem Bayernwerk an betroffene Kommunen versendet werden. Preise würden aber noch keine vorliegen.“

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