Hochwasserschutz: Kommt der Notfallplan?

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Garching an der Alz - Auf die Umsetzung der Maßnahmen zum Hochwasserschutz muss die Gemeinde noch Jahre warten. Ein Notfallplan soll bis dahin "größere Schäden abwehren".

"Größere Schäden abwehren, die Bevölkerung schützen und rechtzeitig warnen" - so umreißt Garchings Erster Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner im Gespräch innsalzach24 die Anforderungen an einen möglichen Hochwasser-Notfallplan für seine Gemeinde. Im ersten Halbjahr 2014 solle dieser "auf alle Fälle" stehen, so der Bürgermeister. Die in Garching an der Alz darüber hinaus nötigen Hochwasserschutzmaßnahmen werden indes noch geraume Zeit auf sich warten lassen.

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Wie Gustav Wiesmüller, Leiter von Wasserwerk und Klärwerk in Garching an der Alz, erläutert, ist die Gemeinde nicht im "Aktionsprogramm 2020", sondern lediglich im "Aktionsprogramm 2020plus" vertreten. Zudem stehe man in der Prioritätsstufe an letzter Stelle. So ist in der Region zum Beispiel der Hochwasserschutz in Hirten und Trostberg als dringlicher eingestuft. Garching muss sich also hinten anstellen - und hat kaum die Möglichkeit, die Baumaßnahmen zu beschleunigen, denn federführend bei der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen ist der Freistaat Bayern. Die Gesamtkosten der in Garching geplanten Baumaßnahmen beziffert Wiesmüller auf rund 2,3 Millionen Euro.

"Bayern die Verpflichtung nicht abnehmen"

Ein Notfallplan wäre also lediglich eine Übergangslösung. Wie Bürgermeister Reichenwallner betont, könne ein von der Gemeinde aufgestellter Notfallplan die Hochwasserschutzmaßnahmen keinesfalls ersetzen. Die Verpflichtung zum Hochwasserschutz - und damit die Verpflichtung zur Realisierung der geplanten Maßnahmen - könne man dem Freistaat Bayern mit einem Notfallplan daher nicht abnehmen. Zudem ist noch gar nicht sicher, ob die Gemeinde überhaupt im eigenen Hause einen Notfallplan aufstellen kann. Zunächst werde man fertige Notfallpläne anschauen, erklärt Wiesmüller. Es könne auch sein, dass der Notfallplan von Spezialisten, etwa von einem Ingenieurbüro, gemacht werden müsse. Zudem stellt sich für Wiesmüller die Frage, mit welchen finanziellen Mitteln man tätig werden könne.

Bis jetzt sind in die Planungen bereits die Feuerwehren aus Garching an der Alz und Wald an der Alz, der Bauhof, das Wasserwerk und die Mitarbeiter der Kläranlage eingebunden - Letztere vor allem deshalb, weil in Garching bei Hochwasser der steigende Grundwasserspiegel ein massives Problem darstellt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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